EMV-Richtlinien für Geräteprüfungen, Teil 3 QM-System nach DIN EN ISO 9001 in einem EMV-Labor

Autor / Redakteur: Bernd Selck* / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Nachdem wir Ihnen im letzten Teil die internationale Norm DIN 17025 für alle akkreditierten EMV-Labore vorgestellt haben ist die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 das bekannteste und am weitesten verbreitete QM-System. Es bestätigt die Qualitätsfähigkeit einer Organisation, jedoch ohne Zertifizierung der Produkte.

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In einem EMV-Labor gelten die Forderungen der DIN EN ISO 9001 meist durch eine übergreifende Zertifizierung der Gesamtorganisation. Diese Anforderungen können auch an eigenständige Labore herangetragen werden, da DIN EN ISO 9001 zertifizierte Hersteller die Einhaltung von Qualitätsanforderungen ihrer Zulieferer nachweisen müssen. Die Einhaltung kann der Zulieferer (Prüflabor) auf verschiede Weise nachweisen. Zum einen kann der Nachweis durch eine eigene Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 erfolgen oder der Hersteller führt eine Begutachtung im Labor (Zulieferer) durch.

Normen zum Qualitätsmanagment

Grundsätze des Qualitätsmanagements sind:

  • Kundenorientierung
  • Verantwortlichkeit der Führung
  • Einbeziehung der beteiligten Personen
  • Prozessorientierter Ansatz
  • Systemorientierter Managementansatz
  • Kontinuierliche Verbesserung
  • Sachbezogener Entscheidungsfindungsansatz
  • Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen

Unter anderem sind folgende Normen geschaffen worden, um die Grundsätze für Maßnahmen zum Qualitätsmanagement zu dokumentieren:

  • DIN EN ISO/IEC 17025:2005
  • DIN EN ISO 9001:2000 (Neuausgabe 2008, anzuwenden ab 2010)
  • DIN EN ISO 14001:2005

In der Norm DIN EN ISO/IEC 17025 sind zusätzlich zu den Systemanforderungen auch Anforderungen an die Kompetenz der Mitarbeiter enthalten. Die DIN EN ISO 14001:2005 enthält einige Aspekte der EN ISO 9001 wie Schulung, Kommunikation, Dokumentation oder internes Audit und verfügt zusätzlich über Umweltaspekte.

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