Remote-Arbeit setzt Sicherheit bei den Daten voraus und regelmäßige Firmware-Updates sorgen für neue Funktionen: Damit ein Oszilloskop immer auf dem aktuellen Stand der Technik ist, hat sich Tektronix bei seiner Serie 5 Version B einiges einfallen lassen.
Lee Morgan von Tektronix: „Die Ansprüche an ein Oszilloskop haben sich geändert. Software nimmt einen wichtigen Stellenwert ein.“
(Bild: Tektronix)
Wenn ein Messtechnik-Hersteller wie Tektronix ein neues Oszilloskop auf den Markt bringt, dann ist das Interesse von Seiten der Entwickler groß. Vor allem dann, wenn es sich dabei um ein sogenanntes Mid-Range-Scope handelt. Also ein Messgerät, das für die alltägliche Arbeit bestens abgestimmt ist.
Als Tektronix Mitte 2017 seine Serie 5 der Mixed-Signal-Oszilloskope der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, war die Sache mit dem Interesse nicht anders. Im Januar 2022, vier Jahre später, kommt die Version B der Serie 5 heraus.
Über die Version B habe ich mit Lee Morgan von Tektronix gesprochen. Er kennt sich als Senior Technical Marketing Manager der EMEA-Region nicht nur bestens mit den Messgeräten aus, sondern hat auch einen direkten Draht zu den Anwendern.
Die Frage liegt nahe, warum jetzt eine B-Version? Dazu muss man noch einmal in das Jahr 2017 zurückgehen: Als die Serie 5 auf dem Markt war, hatten einige Entwickler gesagt, „diese Serie ist etwas komplett anderes, als das, was Tektronix bisher gebaut hatte“. Schon damals konnte der Hersteller mit der verbauten Hardware überzeugen. Sei es mit dem 12-Bit-A/D-Wandler, der FlexChannel-Technik oder dem großen Display.
Bessere Hardware und veränderte Ansprüche der Entwickler
Wichtige Spezifikationen der Serie 5 B.
(Bild: Tektronix)
In der B-Version ist ebenfalls ein A/D-Wandler mit einer Auflösung von 12 Bit verbaut. Möglich ist zudem, über mehrere Kanäle hinweg eine synchronisierte Spektrum-Analyse zu ermitteln. Außerdem sind acht FlexChannel eingebaut.
Doch nicht nur die Hardware muss sich anpassen. Auch der Alltag eines Entwicklers hat sich geändert. Lee Morgan spricht von Entwicklern, die mit ihren Oszilloskopen „mehr messen wollen, als die traditionellen Wellenformen“. Und zwei Jahre Pandemie hat schließlich auch bei den Entwicklern das Remote-Arbeiten in den Fokus gerückt.
Mehr Sicherheit mit einer austauschbaren SSD
In der Version B ist wieder ein großes Display verbaut. Aber vor allem eine Hardware-Komponente ist nach Aussage von Lee Morgan jetzt ein überzeugendes Kaufkriterium: die verbaute SSD-Festplatte mit 250 GByte für die interne Datenspeicherung. Warum? Viele Anwender haben Angst, ihre Messdaten zu verlieren oder fürchten sich davor, dass aussagekräftige Messreihen in fremde Hände kommen.
Anwender können bei der SSD-Variante auf zwei Betriebssysteme zurückgreifen: Linux oder ein Embedded-Betriebssystem in der Standard-Ausführung sowie Windows als optionale Version. Hier unterstreicht Morgan noch einmal den Vorteil einer wechselbaren SSD: „Nicht nur die Messdaten bleiben auf dem Gerät oder können sicher auf ein anderes Oszilloskop wandern; auch die Kalibrierdaten liegen auf der Wechselplatte“. Ist die SSD nicht mehr im Scope, dann sind auch keine weiteren Daten auf dem Messgerät.
Automobil- und Embedded-Markt im Fokus
Verbessert sind noch einmal die Bandbreite und auch ein überarbeiteter Prozessor ist in der Version B verbaut. Aber auch die Software auf dem Gerät wurde noch einmal überarbeitet. So gibt es beispielsweise eine History-Funktion für die Messreihen.
Wer ist die Zielgruppe für die B-Version? Hier sagt Lee Morgan, dass beispielsweise Hersteller für industrielle Motoren von den Funktionen des Oszilloskops profitieren können. Er verweist auf die Smartphone-Hersteller, die in ihren Geräten Motoren für die Vibration verbauen. Aber auch die Automobilhersteller sollen nach Morgans Worten auf die Version B zugreifen können. Daneben sind es noch die Embedded-Entwickler, die mit ihren vielfältigen Schaltungen auf den Funktionsumfang der Oszilloskop-Serie vertrauen können.
Wenn es um konkrete Namen beispielsweise bei den Automobil-Herstellern geht, halten sich die Hersteller gern mit dem Verweis auf Vertraulichkeit zurück. Aber es gibt wohl mindestens einen Automobilhersteller, der die Serie in seiner Fertigung sowohl in Rumänien als auch in Deutschland einsetzt.
Neue Software-Features alle drei Monate
Einordnung der Serie 5 B im Vergleich zu den Oszilloskpen der Famiile 4 und 6.
(Bild: Tektronix)
Firmware-Updates und damit auch neue Funktionen werden nicht nur mehr bei modernen Smartphones vorausgesetzt. Anwender von Messhardware wollen sich nicht ein Gerät kaufen, das nach kurzer Zeit nicht mehr auf den neuesten Stand ist. Deshalb werden Oszilloskope regelmäßig mit aktueller und verbesserter Software versorgt.
Alle drei Monate spielt Tektronix unter anderem für seine Serie 5 ein neues Firmware-Update auf die Geräte. So kommen beispielsweiseTestfunktionen für DDR3-Speicher, PAM3 oder zum dekodieren von 1000BASE-T1 (Automotive Ethernet) hinzu.
Seit die Version B am 11. Januar auf den Markt gekommen ist, kann sich jeder Kunde das aktuelle Firmware-Update kostenlos laden. Enthalten ist unter anderem der History-Mode, mit dem sich kleine Fehler in einem Signal aufspüren lassen.
Stand: 08.12.2025
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Damit kommen die Oszilloskope in den Genuss, nicht nur auf den aktuellsten Stand der Technik zu sein, sondern sie verfügen dann auch über neue Funktionen. Beispielsweise sind das verschiedene Trigger und Protokolle. Aber auch Filterfunktionen werden regelmäßig mit einem Firmware-Update eingespielt.
Wünsche der Anwender kommen in die Hardware
Hier setzt Tektronix auf die Mitarbeit seiner Anwender-Community: Neue Funktionen werden laut Lee Morgan immer zusammen mit den Anwendern entwickelt. Schließlich arbeiten sie täglich mit den Geräten.
Wenn die Hardware einmal auf dem Markt ist, dann bleibt die Welt nicht stehen. Neue Entwicklungen begleiten den Entwickler-Alltag. Damit die Oszilloskope auch für die anstehenden und zukünftigen Aufgaben gewappnet sind, bietet Tektronix nicht nur regelmäßige Firmware-Updates, sondern auch Software-Bundles an. Hier gibt es Jahreslizenzen oder Dauer-Lizenzen.