Mit Option auf Unternehmensbeteiligung OpenAI bezieht bis zu 6 GW GPU-Kapazität von AMD

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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OpenAI und AMD haben einen mehrjährigen Liefer- und Beteiligungsdeal unterzeichnet: Bis zu 6 GW GPU-Kapazität soll AMD über Jahre hinweg zur Beschleunigung von KI-Aktivitäten in Rechenzentren liefern.

Aufnahme eines Instinct-MI-210-Servers von AMD. Der Prozessorspezialist hat mit OpenAI eine mehrjährige Vereinbarung zur Bereitstellung der jeweils jüngsten GPU-Generation aus der Instict-Reihe zur KI-Beschleunigung in Rechenzentren unterzeichnet. (Bild:  AMD)
Aufnahme eines Instinct-MI-210-Servers von AMD. Der Prozessorspezialist hat mit OpenAI eine mehrjährige Vereinbarung zur Bereitstellung der jeweils jüngsten GPU-Generation aus der Instict-Reihe zur KI-Beschleunigung in Rechenzentren unterzeichnet.
(Bild: AMD)

OpenAI und AMD haben eine mehrjährige Vereinbarung geschlossen, nach der AMD bis zu 6 Gigawatt Rechenkapazität für OpenAIs KI-Infrastruktur liefern soll. Die Bereitstellung erfolgt über mehrere Instinct-GPU-Generationen und beginnt mit der Serie Instinct MI450. Die erste Tranche umfasst 1 GW und ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Weitere Ausbaustufen sollen folgen. Der Fokus liegt auf rack-skalierbaren AI-Lösungen; die technische Roadmap wird gemeinsam abgestimmt und über Generationen fortgeführt.

Beide Unternehmen vertiefen dafür ihre Zusammenarbeit aus den MI300X/MI350X-Programmen. Ziel ist eine Optimierung von Hardware- und Software-Stacks für Training und Inferenz, einschließlich Speicher- und Bandbreitenpfade sowie Systemintegration auf RZ-Ebene. Ferner möchte sich OpenAI mit diesem Schritt unabhängiger von den Produkten von Nvidia machen.

Finanzielle Anreize durch aktienbasierte Beteiligung

Finanziell ist der Deal mit aktiengebundenen Anreizen verknüpft. AMD hat OpenAI eine Option (Warrant) auf bis zu 160 Mio. Stammaktien eingeräumt. Die Ausübung ist an gestaffelte Abnahme-, technische und kommerzielle Meilensteine sowie Kursziele der AMD-Aktie gekoppelt. Die Ausübungsstruktur sieht symbolische Ausübungspreise vor; Details zu den Kurszielen veröffentlichen die Partner nicht vollständig.

AMD erwartet aus dem Vertrag einen signifikanten Umsatzbeitrag über die Laufzeit. Für Betreiber ergibt sich eine planbare Erweiterung von KI-Kapazitäten über mehrere Chip-Generationen, was Beschaffungs-, Energie- und Kühlkonzepte frühzeitig dimensionierbar macht.

OpenAI verfolgt parallel weitere Beschaffungswege. Bereits bestehende Vereinbarungen umfassen u. a. Nvidia-Systeme sowie Partnerschaften entlang der Speicher- und Fertigungskette. Die AMD-Kooperation ergänzt diese Strategie um zusätzliche Lieferquellen. Ferner hat sich das Unternehmen an Broadcom und TSMC gewendet, um ab 2026 auch eigene KI-Hardware für die hauseigenen Rechenzentren zu produzieren.

Für Entwicklungs- und Betriebsteams sind Rahmenbedingungen wie Leistungsaufnahme pro Beschleuniger, Skalierungsdichten im Rack sowie Software-Kompatibilität (Treiber, Runtimes, Orchestrierung) entscheidend. Hier sollen gemeinsame Optimierungen den Rollout vereinfachen. (sg)

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