Industrielle Robotik Omron bringt Cobots für schwere Lasten bis 30 kg

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Der japanische Automatisierungskonzern Omron baut seine Cobot-Flotte aus und zielt auf schwere Lasten ab. Drei neue Modelle und ein Software-Update sollen die Fertigung flexibler machen und Personalengpässe abfedern.

Erweiterte S-Serie: Die neuen Cobot-Modelle von Omron heben bis zu 30 Kilogramm und sind dank Schutzart IP65 nun auch gegen Staub und Wasser geschützt.(Bild:  Omron)
Erweiterte S-Serie: Die neuen Cobot-Modelle von Omron heben bis zu 30 Kilogramm und sind dank Schutzart IP65 nun auch gegen Staub und Wasser geschützt.
(Bild: Omron)

Omron erweitert das Portfolio an kollaborativen Robotern deutlich und kündigte ddrei neue Modelle der sogenannten TM S-Serie an. Sie sollen das Leistungsspektrum der Maschinen nach oben verschieben und spezifische Nischen in der Produktion besetzen sollen. Parallel dazu rollt der Hersteller ein umfangreiches Update für seine Programmierumgebung aus, um die Integration der Hardware in bestehende Prozesse zu erleichtern.

Im Fokus der Erweiterung steht die Traglast. Mit dem Modell TM30S führt Omron einen Roboter ein, der Lasten von bis zu 30 Kilogramm bewältigt. Damit reagiert der Hersteller auf den Bedarf in Bereichen wie der Palettierung und der Beschickung schwerer Maschinen. Das sind Aufgaben, die bislang oft klassische Industrieroboter hinter Schutzzäunen erforderten oder Mitarbeiter körperlich stark belasteten. Ergänzt wird das Feld durch den TM20S, der 20 Kilogramm hebt und durch eine erhöhte Reichweite auch weiter entfernte Greifpositionen erreicht. Am unteren Ende der neuen Skala rangiert der TM6S. Dieses Modell trägt zwar nur sechs Kilogramm, zeichnet sich laut Herstellerangaben aber durch seine Reichweite aus. Es eignet sich besonders für präzise Handhabungsaufgaben, die Unterstützung bei Schweißprozessen oder den Aufbau auf mobile Robotereinheiten.

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Hardware für raue Umgebungen

Omron hat zudem die physische Beschaffenheit der gesamten S-Serie überarbeitet, um die Lebensdauer der Geräte zu verlängern und ihren Einsatzradius zu vergrößern. Alle Roboterarme erfüllen nun den Standard IP65. Das bedeutet, dass die Technik gegen das Eindringen von Staub geschützt ist und auch Strahlwasser aus beliebigen Winkeln keinen Schaden anrichtet. Dies öffnet den Robotern die Tür zu Produktionsumgebungen, in denen es staubig zugeht oder Anlagen regelmäßig mit Wasser gereinigt werden müssen.

Für Prozesse, die Fingerspitzengefühl oder genaue Kraftdosierung verlangen, stattete Omron die stärkeren Modelle, wie den neuen TM30S, mit integrierten Kraft-Drehmoment-Sensoren am Handgelenk aus. Diese Sensorik erlaubt es der Steuerung, Widerstände feiner wahrzunehmen, was etwa bei Montagevorgängen oder dem Polieren von Oberflächen entscheidend ist. Um Rüstzeiten zu minimieren, aktualisierte der Hersteller zudem das bildbasierte Positionierungssystem. Die Version „Landmark 2.0“ soll die Zeit für eine Neukalibrierung verkürzen, wenn Anwender einen Roboter von einer Station zur nächsten bewegen.

TMflow 2.22: Steuerung per No-Code

Mit TMflow 2.22 steht nun eine neue Version der Programmierumgebung bereit. Der Ansatz bleibt dabei das sogenannte No-Code-Prinzip: Anwender sollen die Roboter ohne tiefgehende Kenntnisse in Programmiersprachen einrichten können. Das Update bringt detailliertere Optionen für die Sicherheitskonfiguration sowie erweiterte Möglichkeiten zur Fernüberwachung und Diagnose. Eine überarbeitete Simulations-Engine soll Bewegungsabläufe am digitalen Zwilling exakter abbilden, bevor der echte Roboter sich bewegt. (mc)

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