Robotik auf der Automatica 2025 Omrons mobile Roboter und KI-basierende Überwachung

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Bei Omron standen im Mittelpunkt der Automatica der neue AMR OL-450S, die Neuaufstellung der Robotikorganisation in Europa und eine KI-gestützte Zustandsüberwachung für mehrere Roboterzellen.

Omron OL450S: Der neue mobile Roboter hebt bis zu 450 kg.(Bild:  Manuel Christa)
Omron OL450S: Der neue mobile Roboter hebt bis zu 450 kg.
(Bild: Manuel Christa)

Der OL-450S ist das zentrale Exponat am Omron-Stand B5.310 auf der Automatica 2025 gewesen. Der kompakte Roboter navigiert omnidirektional durch die Halle, hebt Lasten bis 450 Kilogramm und braucht weder Aufsatzvorrichtungen noch spezielle Umbauten der Umgebung. Statt starrer Leitsysteme bringt der Roboter seine eigene Orientierung mit und soll so Transportaufgaben in der Lebensmittel-, Medizin- oder Elektronikproduktion vereinfachen.

„Der OL-450S ist die nächste Evolutionsstufe der Plug-and-Play-AMRs“, sagt Peter Lange, Robotics Business Development Manager EMEA bei Omron Industrial Automation Europe. „Er lässt sich einfach implementieren, fügt sich nahtlos in bestehende Umgebungen ein und kann sich problemlos an dynamische Produktionsbedingungen anpassen.“

In Märkten mit hohem Takt und engen Produktionsfenstern sind mobile Helfer wie der OL-450S zunehmend gefragt. Der Roboter wurde genau für solche hochdynamischen Fertigungsumgebungen entwickelt.

Neue Organisation für mehr Nähe

Zeitgleich mit dem Marktstart des OL-450S hat Omron seine Robotikorganisation für die EMEA-Region neu aufgestellt. Seit April 2025 arbeiten Vertriebs-, Engineering- und Serviceteams länderübergreifend in einer spezialisierten Einheit zusammen. Ziel ist, nicht nur Technik bereitzustellen, sondern Projekte gemeinsam mit Kunden vor Ort umzusetzen – von der Idee bis zur Validierung.

„Mit dem Start unseres engagierten Robotikteams untermauern wir nicht nur unsere Stärke in Sachen Technologie, sondern auch hinsichtlich Nähe, Flexibilität und Partnerschaft“, erklärt Vincent Nabat, General Manager von Omron Robotics EMEA. „Wir können nun schneller auf Kundenanforderungen eingehen, Anwendungen effektiver gemeinsam entwickeln und direkten Zugang zu Experten bieten, die sowohl den technischen als auch den geschäftlichen Kontext von Robotikprojekten verstehen und umzusetzen wissen.“

In Stuttgart betreibt Omron eines seiner Automatisierungszentren. Hier entstehen Machbarkeitsnachweise, die mit realen Komponenten unter Praxisbedingungen getestet werden. Auch die Standortwahl spiegelt den Anspruch wider, Kundennähe praktisch umzusetzen.

KI soll Roboter im Blick halten

Ein weiterer Schwerpunkt auf der Automatica war die KI-gestützte Zustandsüberwachung für Roboterzellen. Omron demonstrierte in einer Abfüllanwendung, wie sich bis zu zehn Roboter gleichzeitig analysieren lassen. Welche Roboter laufen stabil, welche zeigen Ausfallrisiken? Ein Live-Dashboard liefert auf einen Blick die nötigen Informationen über Zustand, Leistung und Fehlermuster über die gesamte Schicht hinweg.

„Mit dieser Demo zeigen wir, wie Kunden einen Echtzeit-Überblick über ihre Robotersysteme erhalten und Probleme proaktiv angehen können, bevor sie zu Ausfallzeiten führen“, so Peter Lange. „Es ist ein leistungsstarkes Tool für Entscheider und Wartungsteams, das Datentransparenz mit umsetzbaren Erkenntnissen paart.“

Das System kombiniert reale und virtuelle Zellen, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Damit will Omron nicht nur die Effizienz, sondern auch die Wartbarkeit seiner Automatisierungslösungen verbessern.

Gemeinsam mit Partnern

Dass Omron auf Kooperation setzt, wurde in München ebenfalls deutlich. Gemeinsam mit den Systemintegratoren Engmatec, Engrotec und Martinsystems zeigte das Unternehmen konkrete Umsetzungen auf Basis seiner Robotikplattformen. In Halle B4.330 beteiligte sich Omron zudem am „Mobile Robots in Production Mesh-up“, bei dem VDA-5050-konforme Interoperabilität live vorgeführt wurde. (mc)

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