Konzernpartnerschaft Nvidia kauft für 5 Milliarden US-Dollar Intel-Aktien ein

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Nur wenige Wochen, nachdem sich die US-Regierung als passiver Teilhaber bei Intel engagiert hat, steigt nun auch Nvidia ein: Der KI-Spezialist investiert 5 Milliarden US-Dollar in Intel-Aktien und vertieft damit eine Entwicklungskooperation rund um Prozessoren und Advanced-Packaging.

Sofern die Transaktion über die Bühne geht, wird Nvidia zu einem der größten Anteilseigner an Intel.(Bild:  Nvidia / Intel)
Sofern die Transaktion über die Bühne geht, wird Nvidia zu einem der größten Anteilseigner an Intel.
(Bild: Nvidia / Intel)

Kurz nachdem die US-Regierung Intel-Aktien ohne Stimmrechte erworben hat und sich auch Softbank am kriselnden Chiphersteller beteiligt hat, will auch Nvidia die Partnerschaft mit dem US-Chiphersteller ausbauen. Für rund 5 Milliarden US-Dollar kauft das Unternehmen Anteilsscheine für 23,28 US-Dollar pro Stück. Damit würde Nvidia – vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden – mit etwa vier Prozent zu den größten Anteilseignern von Intel gehören, wie Reuters berichtet.

Die Investition stärkt zugleich die gemeinsame Entwicklungskooperation. Beide Unternehmen arbeiten an mehreren Generationen maßgeschneiderter Produkte für Rechenzentren und PCs. Im Mittelpunkt steht die Kombination von Nvidias KI- und Beschleunigerarchitekturen mit Intels x86-CPU-Technologien über NVLink. Für Rechenzentren will Intel spezielle x86-Prozessoren bauen, die Nvidia in seine KI-Infrastruktur integriert. Für den PC-Markt sind x86-System-on-Chips mit integrierten RTX-GPU-Chiplets vorgesehen.

„Wir stehen uneingeschränkt hinter der Arm-Roadmap, wir haben sehr viele Kunden für Arm. Es handelt sich auch nicht um einen Wechsel von TSMC zu Intel als Fertigungspartner für die Chips von Nvidia“, betonte Jensen Huang bei der Ankündigung. Intel steuere die Entwicklungskompetenz für Prozessoren sowie Advanced-Packaging-Technologien bei. Erste Produkte aus der Kooperation erwarten Branchenexperten in den Jahren 2027 oder 2028.

Laut Reuters birgt die Allianz jedoch auch Risiken und Marktfolgen, wie Trendforce berichtet. So könnte TSMC mittelfristig Aufträge verlieren, während AMD im Servermarkt stärker unter Druck gerät. Zudem dürfte die Partnerschaft den Wettbewerb mit Broadcom verschärfen, das bisher im Bereich Chip-to-Chip-Konnektivität führend ist. (sb)

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