Absicherung der KI-Infrastruktur Nvidia investiert 2 Milliarden US-Dollar in Marvell

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Nvidia investiert 2 Milliarden US-Dollar in Marvell und vertieft damit die technologische Zusammenarbeit im Bereich KI-Infrastruktur. Ziel ist es, kundenspezifische AI-ASICs und weitere spezialisierte Beschleuniger enger an Nvidias Rechenzentrumsplattform anzubinden.

Zur Absicherung seines KI-Ökosystems geht Nvidia eine Strategische Partnerschaft mit Marvell ein und investiert hierfür 2 Mrd. US-$ in den ASIC-Spezialisten. Im Fokus stehen NVLink Fusion, optische Interconnects und Silicium Photonics.(Bild:  Marvell)
Zur Absicherung seines KI-Ökosystems geht Nvidia eine Strategische Partnerschaft mit Marvell ein und investiert hierfür 2 Mrd. US-$ in den ASIC-Spezialisten. Im Fokus stehen NVLink Fusion, optische Interconnects und Silicium Photonics.
(Bild: Marvell)

Im Zentrum der Partnerschaft steht NVLink Fusion. Über diese Anbindung sollen von Marvell entwickelte Semi-Custom- und Custom-Chips mit Nvidias Datacenter-Umgebung kompatibel werden. Nvidia liefert dafür unter anderem CPUs, Netzwerkkarten und Interconnect-Technologien, während Marvell eigene kundenspezifische Chips und passende Netzwerklösungen einbringt.

Technologisch ist die Kooperation vor allem vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen in KI-Rechenzentren relevant. Mit zunehmender Modellgröße und steigender Inferenzlast rücken Bandbreite, Latenz, Skalierbarkeit und Energieeffizienz stärker in den Vordergrund. Genau an diesen Punkten setzt die Zusammenarbeit an, indem sie spezialisierte Rechenbausteine mit Nvidias Infrastruktur-Stack verbindet.

Optische Verbindungen werden zum Schlüsselfaktor

Ein Schwerpunkt liegt auf fortschrittlichen Netzwerklösungen, insbesondere auf optischen Interconnects und Siliziumphotonik. Diese Technologien gelten als entscheidend, um große Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit und möglichst geringem Energieverbrauch zwischen Chips, Modulen und Systemen zu übertragen. Für skalierende KI-Cluster werden solche Verbindungen zunehmend zum limitierenden Faktor und damit zum technologischen Hebel.

Hinzu kommt Marvells Know-how in Bereichen wie optischer DSP, Hochleistungs-Analogtechnik und kundenspezifischem Silizium. In Kombination mit Nvidias Plattformansatz entsteht damit ein Baukasten, der neben klassischen GPU-basierten Architekturen auch stärker spezialisierte Systeme unterstützen soll. Das ist insbesondere deshalb relevant, weil Hyperscaler verstärkt eigene XPUs, CPUs und ASICs für definierte KI-Workloads entwickeln.

Über das Rechenzentrum hinaus wollen beide Unternehmen zudem an Nvidias Aerial AI-RAN für 5G- und 6G-Netze arbeiten. Damit reicht die Partnerschaft in Anwendungsfelder hinein, in denen beschleunigte Datenverarbeitung, energieeffiziente Vernetzung und spezialisierte Hardware eng zusammenwirken müssen. (sg)

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