Maschinensicherheit Normgerechte Konzepte erfordern lokales Know-how

Redakteur: Gerd Kucera

In einer weltweit heterogenen Normenlandschaft müssen exportorientierte Maschinenhersteller eine ständig wachsende Zahl von internationalen und nationalen Vorschriften beachten, um ihre Märkte zu erreichen. Der Artikel gibt einen Eindruck, wie sich diese Normenlandschaft entwickelt und verändert

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Michael Jochem koordiniert bei Bosch Rexroth die internationalen Aktivitäten rund um die Maschinensicherheit: "„Wir beobachten seit Jahren, dass weltweit die Regulierung der Maschinensicherheit zunimmt“
Michael Jochem koordiniert bei Bosch Rexroth die internationalen Aktivitäten rund um die Maschinensicherheit: "„Wir beobachten seit Jahren, dass weltweit die Regulierung der Maschinensicherheit zunimmt“
(Bild: Bosch Rexroth)

Maschinensicherheit hat in den vergangenen 20 Jahren einen immer höheren Stellenwert für die Endanwender erlangt. Das hat neben ethischen auch ökonomische Gründe: Jeder Arbeitsunfall verursacht Maschinenstillstand und Kosten. Normgerechte Maschinensicherheit für jeden Markt ist darum ein erfolgskritischer Faktor für Maschinenhersteller.

Für Maschinenhersteller hat der Trend zu mehr Maschinensicherheit erhebliche Auswirkungen. Ausgehend von der EU, wächst die Anzahl der Normen und Standards seit den 1990er Jahren exponentiell an. Neben internationalen Standards greifen immer häufiger auch regionale und nationale Sicherheitsnormen. International ausgerichtete Maschinenhersteller müssen die Vorschriften jedes Zielmarktes umsetzen, um dort ihre Produkte vermarkten zu können.

Gleichzeitig hat sich der Stand der Sicherheitstechnik inhaltlich enorm weiterentwickelt. In nahezu allen Märkten hat sich eine komplexe Systembetrachtung der Automatisierung für die Beurteilung der Maschinensicherheit durchgesetzt. Technologieübergreifend spielen Steuerungssysteme und Software zentrale Rollen.

Bosch Rexroth, ein weltweit führender Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnologien hat innerhalb seiner globalen Organisation ein Netzwerk von Safety-Specialists aufgebaut. Sie erfassen die Anforderungen der jeweiligen Märkte und erarbeiten regional angepasste Lösungen. Dieses Know-how stellt Rexroth Maschinenherstellern und Endanwendern zur Verfügung und verbessert damit deren Erfolgschancen auf den globalen Märkten.

„Gerade kleinere und mittelständische Hersteller greifen gerne auf unsere Dienstleistungen rund um die Maschinensicherheit zu“, betont Michael Jochem, der bei Bosch Rexroth die Aktivitäten rund um die Maschinensicherheit international koordiniert. Das reicht von einbaufertigen Modulen bis hin zum kompletten Engineering der Sicherheitslösungen einschließlich der umfangreichen Dokumentation.

„Wir beobachten seit Jahren, dass weltweit die Regulierung der Maschinensicherheit zunimmt“, betont Michael Jochem. „Dabei sehen wir sehr unterschiedliche Ansätze in wichtigen Märkten, die teilweise historisch gewachsen sind, häufig aber auch industriepolitisch motiviert sind.“ Es gilt die Faustregel: Je mehr internationale Normen in einem Markt gelten, desto offener ist er und desto größere Exportchancen hat der Maschinenbau. In den vergangenen Jahren haben die EU, China, aber auch die Türkei den Anteil nationaler Regelungen deutlich reduziert.

Wie unterschiedlich die Normensituation rund um die Maschinensicherheit in wichtigen Märkten ist, zeigt dieser Überblick auf den folgenden Seiten.

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