Förderung der Elektronikindustrie Niederlande wollen technische Startups stärken

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Die niederländische Regierung plant Maßnahmen zur Förderung technischer Startups und KI-Investitionen, um den Standort zu stärken und den Rückstand auf die USA und China aufzuholen. Zudem soll der Standort attraktiver gemacht werden, um mehr Risikokapitalgeber anzulocken.

Der niederlische Premierminister Dick Schoof hat angekündigt, dass seine Regierung eine konzentriertes Förderprogramm für Startups starten und mehr Risikokapital ins Land holen möchte, um den nationalen Tech-Sektor zu stärken.(Bild:  Alexandros Michailidis / European Union)
Der niederlische Premierminister Dick Schoof hat angekündigt, dass seine Regierung eine konzentriertes Förderprogramm für Startups starten und mehr Risikokapital ins Land holen möchte, um den nationalen Tech-Sektor zu stärken.
(Bild: Alexandros Michailidis / European Union)

Der niederländische Premierminister Dick Schoof hat angekündigt, die Unterstützung für technische Startups auszubauen und Investitionshemmnisse abzubauen. Dies geschieht vor dem Hintergrund stagnierender Wachstumszahlen im niederländischen Technologie-Sektor, wie eine aktuelle Analyse von TechLeap zeigt. Die Niederlande, Heimat des weltweit führenden Chipherstellers ASML, sind stark von Innovationen im Halbleiter- und Elektronikbereich abhängig.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, gab es in den Niederlanden 2024 einen deutlichen Rückgang an Startup-Finanzierungen: Nur 104 niederländische Unternehmen erhielten mehr als 100.000 Euro an Kapital – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 172 Unternehmen im Jahr zuvor. Zwar wuchs das insgesamt investierte Wagniskapital um 47 % auf 3,1 Milliarden Euro, doch ein Großteil des Geldes stammte von ausländischen Investoren.

Technologiezentrum Eindhoven als Hoffnungsträger

Besonders die Region Eindhoven, in der ASML und zahlreiche Hightech-Startups ansässig sind, spielt eine entscheidende Rolle für die niederländische Wirtschaft. Während das Wachstum in Deutschland schwächelt, bleibt der Standort ein wichtiger Ankerpunkt für Innovationen. Dennoch warnt Schoof, dass Europa Gefahr laufe, im globalen Wettbewerb den Anschluss an die USA und China zu verlieren.

Um dem entgegenzuwirken, plant die niederländische Regierung, den Investitionsstandort attraktiver zu gestalten. Dies soll durch Bürokratieabbau und gezielte Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) geschehen. Konkrete Maßnahmen wurden noch nicht genannt. Schoof betonte allerdings die Dringlichkeit des Handelns: „Der alarmierende Gedanke ist natürlich, dass wir als Europa im Stich gelassen werden und nicht mit den Vereinigten Staaten und China mithalten können. Wir müssen etwas dagegen tun", zitiert Reuters den niederländischen Ministerpräsidenten er. „Wir müssen dafür sorgen, dass wir ein Umfeld schaffen, in das Risikokapital investieren wird.“

Als Lichtblick wird gesehen, dass 2024 gleich zwei niederländische Tech-Unternehmen Unicorn-Status erreichten, also eine Marktbewertung von über einer Milliarde Euro erreichten – Mews, ein Anbieter von Hotelsoftware, sowie DataSnipper, ein Unternehmen, das KI zur Automatisierung von Prüfprozessen einsetzt. Angesichts der wachsenden Konkurrenz aus Übersee bleibt allerdngs abzuwarten, ob die angekündigten Maßnahmen ausreichen, um die Innovationskraft niederländischer Technologieunternehmen langfristig zu sichern.(sg)

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