Mitteilung des niederländischen Wirtschaftsministers Staatlicher Eingriff pausiert: Nexperia bestätigt operativen Betrieb

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Der Regierungsauftrag der Niederlande über den Halbleiterhersteller Nexperia ist vorerst ausgesetzt. Auch trotz administrativer Maßnahmen und interner Governance-Probleme in China bleibt die Versorgung mit Wafern bei Nexperia gewährleistet, teilt das Unternehmen mit.

Fab für Assembly und Testing von Nexperia in Guangdong in China.(Bild:  Nexperia)
Fab für Assembly und Testing von Nexperia in Guangdong in China.
(Bild: Nexperia)

Das niederländische Wirtschaftsministerium hat den zuvor am 30. September 2025 staatlich erlassenen Auftrag nach dem „Goods Availability Act“ vorläufig ausgesetzt, wie Nexperia am 19. November 2025 mitgeteilt hat. Damit fällt der unmittelbare staatliche Eingriff weg, während sich niederländische und chinesische Behörden in Gesprächen befinden, um die Lieferkettenlage zu stabilisieren.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jetzt alles wieder beim Alten ist; der Eingriff ist lediglich pausiert, nicht aufgehoben. Das Unternehmen bewertet diesen Schritt der niederländischen Regierung als konstruktiv, betont jedoch, dass die vollständige Wiederherstellung der Versorgung weitere Abstimmung mit den chinesischen Einheiten erfordert.

Unverändert gültig bleibt das frühere Urteil der niederländischen Unternehmenskammer gegen den ehemaligen CEO Zhang Xuezheng, der weiterhin suspendiert bleibt. Die über Wingtech Technology indirekt gehaltenen Stimmrechte liegen weiterhin unter der Verwaltung eines unabhängigen Administrators. Operativ steuern Interims-CEO Stefan Tilger, COO Achim Kempe, Chief Legal Officer Ruben Lichtenberg und der von der Kammer ernannte Non-Executive-Direktor Guido Dierick die Holding.

Operative Kontinuität und Produktionsausweitung

Nexperia betont, dass es trotz der besonderen Situation zu keinem vollständigen Stopp der Waferlieferungen gekommen sei. Das Unternehmen habe Bestände aufgebaut und alternative Lieferwege gesichert. Die Standorte außerhalb Chinas arbeiten laut Mitteilung ohne Einschränkungen. Für 2026 kündigt Nexperia zudem einen schrittweisen Ausbau der Kapazitäten an anderen Produktionsstätten an.

Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass die chinesischen Einheiten der Gruppe derzeit gegen interne Vorgaben und gesetzliche Anforderungen verstoßen sollen. Genannt werden unter anderem nicht bezahlte Waferlieferungen, unautorisierte Bankkonten sowie problematische Kommunikationspraktiken gegenüber Geschäftspartnern. Kunden und Lieferanten werden daher aufgefordert, sämtliche Geschäftskontakte und Zahlungsanweisungen sorgfältig zu prüfen. (sb)

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