LED-Beleuchtung Neue Netzteil-Lösungen mit PFC für CFL- und LED-Leuchtmittel

Autor / Redakteur: Gert Bannert* / Andreas Mühlbauer

Die Belastung der Stromversorgungsnetze mit Blindleistungsanteilen ist ein allgemeines Problem, welches sich mit der flächendeckenden Einführung von Energiesparlampen und LED-Leuchtmitteln noch verschärfen wird. Power Factor Correction ist ein wirksames Mittel, um die Energieversorgung wieder effizient zu gestalten.

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Eine PFC (Power Factor Correction) verhindert, vereinfacht dargestellt, die Belastung der Energienetze mit Blindströmen. Diese Ströme werden umso größer, je größer die Phasendifferenzen zwischen Spannung und Strom durch Belastung des Netzes mit überwiegend kapazitiven oder induktiven Lasten sind. Da diese Blindströme von privaten Endabnehmern (noch) nicht bezahlt werden müssen – größere Unternehmen haben einen extra Zähler dafür installiert – wird dieses Thema oft unterschätzt.

Dies gilt besonders für den Zukunftsmarkt Beleuchtung mittels LEDs und Energiesparlampen. Beide erfordern eine elektronische Steuerung. Bei schlechtem Leistungsfaktor wird das Netz durch Blindströme noch stärker als bisher belastet. Das bedeutet, dass die Versorgungsnetze dafür mit entsprechendem Aufwand überdimensioniert werden müssen, was einen hohen Kostenaufwand mit sich bringt. Und man darf nicht vergessen, dass diese Blindleistung in Kraftwerken erzeugt werden muss.

Deshalb schreibt der Gesetzgeber seit einigen Jahren vor, dass verschiedene Geräteklassen ab bestimmten Leistungsaufnahmen zwingend einen hohen Leistungsfaktor einhalten müssen (EN61000-3-2). Da in zwei Jahren herkömmliche Glühlampen – diese haben einen Leistungsfaktor von 1 – in der gesamten EU abgeschafft werden, müssen sie zwangsläufig durch andere Leuchtmittel ersetzt werden. Diese sind zwar energieeffizienter, benötigen aber fast ausnahmslos vorgeschaltete elektronische Ansteuerungen (häufig Bestandteil des Leuchtmittels), die die Netzspannung entsprechend der Anwendung in eine nutzbare Arbeitsspannung umsetzen.

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