Nanotechnik ‚Nano in Germany‘ vernetzt Nanofirmen am Standort Deutschland

Redakteur: Johann Wiesböck

Mit dem Ziel ‚Nano sichtbar und für die Märkte erkennbar machen‘ bringt die Initiative ‚Nano in Germany‘ bereits über 110 wichtige Akteure der Nanotechnik zusammen.

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Nano in Germany: Mehr als 110 Firmen, Institute und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland beteiligen sich an dieser Initiative
Nano in Germany: Mehr als 110 Firmen, Institute und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland beteiligen sich an dieser Initiative
(Bild: VDI e.V.)

Die Teilnehmer der Initiative Nano in Germany sehen in der Nutzung nanotechnologischer Verfahren Vorteile, die es gilt in allen Bereichen der Technik und des täglichen Lebens nutzbringend anzuwenden. Die Initiative möchte die Innovationskraft der Nanotechnik den interessierten Fachkreisen und der Öffentlichkeit aufzeigen und auf diese Weise zu einem rationalen Umgang mit der Nanotechnik beitragen.

Potenzial der Nanotechnik ist noch bei Weitem nicht erschlossen

Wie auch in anderen technischen Fachbereichen und Anwendungsgebieten wird mittel- und langfristig auch in der Nanotechnologie mit fortschreitenden Verbesserungen und zusätzlichen Einsatzmöglichkeiten zu rechnen sein, die jeweils mit Bedürfnissen und sichtbarem Nutzen abzugleichen sind. Aktuell haben sich bereits mehr als 110 Mitglieder der Initiative angeschlossen.

Die Begriffe Nanotechnologie und Nanotechnik werden selbst unter Fachleuten nicht einheitlich verwendet. Im weitesten Sinne bezeichnet Nanotechnologie die Forschung und Anwendung aller Techniken, bei denen die Strukturen und Teilchen in Dimensionen von einigen Nanometern von Bedeutung sind. Das können neben nanoskaligen Strukturen auch Partikel oder Fasern sein, deren Durchmesser wenige Nanometer betragen.

Definition der Nanotechnologie ist noch etwas uneinheitlich

Eine engere Begriffsfassung der Nanotechnologie definiert diese jedoch nicht einfach nur durch die geometrischen Dimensionen, sondern betrachtet die Objekte, die in diesen Dimensionen besondere, mit ihrer Größe verbundene Eigenschaften aufweisen, die sich nicht immer einfach aus den makroskopischen Eigenschaften von Werkstoffen und Bauteilen ableiten lassen.

Die Teilnehmer der Initiative Nano in Germany orientieren sich daher an dem folgenden pragmatischen Definitionsansatz, der bereits seit mehreren Jahren in Deutschland angewendet und auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zu Grunde gelegt wird:

Die Nanotechnologie befasst sich mit der kontrollierten Herstellung, Analyse und Nutzung von Materialien und Komponenten mit funktionsrelevanten Strukturgrößen zwischen ca.

1 Nanometer und 100 Nanometer in mindestens einer Richtungsdimension. Dabei resultieren aus der strukturellen Nanoskaligkeit neue Funktionalitäten und Eigenschaften, die zur Verbesserung bestehender oder zur Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen beitragen können.

Nanotechnologie wird eine Schlüsseltechnologie werden

Als branchenübergreifende Querschnitttechnologie ist die Nanotechnologie keinem klassischen Wirtschaftszweig zuzuordnen. Sie gilt zurecht weltweit als Hoffnungsträger für die Entwicklung hocheffizienter und ressourcenschonender Produktionstechniken und Produkte, die langfristig Lösungsbeiträge für drängende globale Zukunftsfragen liefern können, wie zum Beispiel für den Klima- und Umweltschutz, die Sicherstellung der medizinischen Versorgung sowie der Wasser- und Energieversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung.

Dabei müssen mögliche Risiken beim industriellen Einsatz von Nanomaterialien in Bezug auf den Verbraucher-, Arbeits- und Umweltschutz erkannt und beachtet sowie entsprechende Maßnahmen frühzeitig initiiert werden. Als führender Nanotechnologiestandort verfügt Deutschland über eine gute Ausgangsposition in der technischen Erforschung und der verantwortungsvollen wirtschaftlichen Umsetzung dieser Schlüsseltechnologie.

Die Teilnehmer der Initiative Nano in Germany setzen sich ein für die Förderung und den Ausbau der Nanotechnologie zum Wohle der Menschheit und zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Technologiestandortes Deutschland mit den Zielen:

  • die Potenziale der Nanotechnologie in die Aus- und Weiterbildung zu integrieren,
  • die Chancen der Nanotechnologie der breiten Bevölkerung zu vermitteln und mögliche Risiken offen zu diskutieren,
  • zur Diffusion nanotechnologischer Forschungsergebnisse in die Wirtschaft beizutragen, mit dem Ziel eine sichere und nachhaltige Anwendung zu erreichen,
  • mit Nanotechnologie zu Wachstum und Innovation in Deutschland beizutragen,
  • die Möglichkeiten der Nanotechnologie für die Gesundheit und Medizin zu nutzen,
  • durch den Einsatz von Nanotechnologie den Umwelt- und Klimaschutz zu optimieren,
  • zur Sicherung der Energieversorgung beizutragen,
  • die Entwicklung und den Ausbau umweltfreundlicher und energiesparender Mobilitätssysteme durch den Einsatz von Nanotechnologie zu unterstützen.

Mehr Informationen zu und alle Teilnehmer der Initiative Nano in Germany finden Sie unter: www.nanoingermany.com

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