Power-MOSFET Nahezu ideales Schaltverhalten - SiC-MOSFETs der 2. Generation
Die Weiterentwicklung des SiC-MOSFET-Kanals hat Z-FETs für Stromstärken von 50 A bei Nennspannungen von 1200 und 1700 V ermöglicht. Bei 32 und 48 kHz Schaltfrequenz hat der 1200-V-G2-Z-FET über 99% Wirkungsgrad und 98,3% bei 100 kHz.
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Der technologische Durchbruch hinsichtlich der Qualität des SiC-MOSFET-Kanals hat es Cree ermöglicht, eine zweite Generation von Siliziumkarbid-MOSFETs (SiC) zu produzieren, die sich gegenüber den ersten Produkten, den 1200-V-Z-FET-Bausteinen, durch höhere Nennströme und verbesserte Schalteigenschaften auszeichnen.
Die Entwicklung moderner Systeme zur Leistungsumwandlung wird nach wie vor durch die Notwendigkeit geprägt, immer strengeren Energieeffizienz-Standards gerecht zu werden und die Kosten des Gesamtsystems für den Kunden zu senken. Beides sind höchst ehrgeizige Ziele für Leistungshalbleiter auf Basis der konventionellen Siliziumtechnologie mit ihren eingeschränkten Schalteigenschaften. Die Einführung der für den kommerziellen Einsatz geeigneten Z-FET-Technologie hat es den Systemherstellern jedoch ermöglicht, neue Designs auszuloten, die nicht den Performance-Einschränkungen von Silizium-Leistungshalbleitern unterliegen. Der Z-FET von Cree ist der erste massenproduzierte, kommerziell verfügbare SiC-MOSFET.
Diese erste SiC-MOSFET-Generation hat hinsichtlich ihrer Schalteigenschaften gravierende Vorteile gegenüber Si-IGBTs. Jedoch fehlt die hohe Stromtragfähigkeit, die benötigt wird, um dem großen Leistungsbedarf wichtiger Märkte gerecht zu werden. Hierzu zählen vorwiegend im Dauerbetrieb arbeitende kommerzielle und industrielle Antriebe, auf deren Konto ein Großteil des weltweiten Stromverbrauchs geht. Nachfolgend wird die neueste Generation (G2) der Cree-Z-FETs vorgestellt, die den Forderungen nach höherer Stromfestigkeit und niedrigeren Kosten pro Ampere nachkommt.
Ein technologischer Durchbruch
SiC-MOSFETs unterscheiden sich von Si-MOSFETs dadurch, dass nur ein moderater Prozentsatz des gesamten On-Widerstands aus dem Kanal resultiert. Dies hat zwei Gründe. Erstens ist die kritische elektrische Feldstärke in Silizium geringer, sodass wesentlich dickere und niedriger dotierte Spannungs-Blockierschichten (Driftschichten) benötigt werden als bei SiC. Der Widerstand der Driftschichten ist deshalb bei Si mehr als rund 400-mal größer als bei SiC, und er dominiert damit den insgesamt gemessenen On-Widerstand der 1200-V-Bausteine. Zweitens wurde die Verbindung Gateoxid-SiC so verbessert, dass die Herstellung einer wettbewerbsfähigen ersten Generation von SiC-MOSFETs möglich war, deren Kanalwiderstand aber immer noch größer war als der von Si-MOSFETs.

Die Z-FETs der neuen Generation besitzen für ihre jeweiligen Nennspannungen die niedrigsten On-Widerstände der Industrie. Bei VGS = 20 V im eingeschalteten Zustand weist der 1200-V-G2-Z-FET bei Raumtemperatur einen On-Widerstand von 24 mΩ auf, der bis 150 °C auf 40 mΩ ansteigt. Der Chip misst lediglich 4,04 mm x 6,44 mm (Bild 1 am Artikelanfang). Als diskretes Bauelement oder in Modulbauweise, mit einem Wärmewiderstand zwischen Sperrschicht und Gehäuse von ≤0,5 °C/W, verkraftet der 1200-V-G2-Z-FET somit einen Dauerstrom bis 50 A. Eine Messung der Gateladung offenbart ein reduziertes Miller-Plateau bei VG = 7 V und eine Gesamt-Gateladung von 179 nC bei VG = 20 V. Hieraus lässt sich entnehmen, dass der Baustein bei Gate-Spannungen von nur 12 V betrieben werden kann. Das Minimum der Leitungsverluste im On-Zustand wird jedoch erst bei 20 V erreicht (siehe Bild 1).

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