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Racksystem: Mehr Leistung auf weniger Fläche
Das Rack ist das zentrale Element der IT im Rechenzentrum, die „Mikroumgebung“ für die IT-Ausrüstung. Dazu gehören: die physikalische Struktur, die Tragkonstruktion, die Installation und Kompatibilität der IT-Ausrüstung, das thermische Management (Lufteinlass, Luftauslass, Luftdurchflussmanagement), die Stromverteilung (duale Stromversorgung, rack-montierbarer Verteilerschrank), das Kabelmanagement (Strom- und Datenkabel) und vieles mehr.
Dank der Standardisierung der Komponenten lässt sich in modularen Rechenzentren die Packungsdichte der Racks erhöhen. Durch die höhere Packungsdichte benötigen solche Rechenzentren etwa 35% weniger Energie. Hinzu kommen Einsparungen wegen des geringeren Platzbedarfs. Das bedeutet: Gleiche Leistung auf weniger Fläche. So wird ein Rechenzentrum mit etwa 800 m2 und einer Wärmeleistung von 20 kW pro Rack in wenigen Jahren dieselben Leistungswerte erreichen wie heute ein Rechenzentrum mit 3000 m2. Die Einsparungen – bezogen auf die Baukosten – liegen hier zwischen 700.000 und 2 Mio. €.
Allerdings erfordert die wachsende Rechenleistung pro Rack spezielle Kühlungs- und Stromversorgungssysteme. Notwendig ist eine Kombination von Kalt-/Warmgang-Konzepten in Verbindung mit Wasserkühlung und modularen „Power Distribution Units“ (PDUs) im Rack. So lässt sich der Energiebedarf der Systeme pro Rack um etwa ein Drittel senken.
Oft unterschätzt: Die Verkabelung
Die Bedeutung der Verkabelung als zentraler Baustein eines Rechenzentrums wird oft unterschätzt; dabei gehören die Verkabelungssysteme zu den wichtigsten Bestandteilender Infrastruktur, die einen zuverlässigen Betrieb sicherstellen. Die Erfahrung zeigt, dass eine schlechte Reparatur- und Verwaltungsfähigkeit der Kabelsysteme zu einem unangenehmen Kostentreiber werden kann. Hinzu kommt: Die Art und Weise, wie die Kabel verlegt sind und sich verwalten lassen, haben einen direkten Einfluss auf die Stabilität des gesamten IT-Systems. Im modularen Rechenzentrum sind alle Daten- und Stromkabel so standardisiert und vorkonfiguriert, dass sie sich einfach und kostengünstig verlegen, verwalten und reparieren lassen.
Intelligente Managementsysteme: Weniger Energiekosten, mehr Sicherheit
Intelligente Managementsysteme im modularen Rechenzentrum tragen dazu bei, die Energiekosten zu senken. Mit Hilfe von Big-Data-Analysen lassen sich Energiesparpläne erstellen und fortlaufend dynamisch anpassen.
Um einen zuverlässigen Betrieb aller Subsysteme in modularen Rechenzentren sicherzustellen, nutzt man automatische Überwachungssysteme, beispielsweise für die Energieausrüstung, die Netzwerkhardware, das Umgebungsmanagement und das Sicherheitssystem.
Fazit
Das modulare Rechenzentrum entspricht den aktuellen Branchenstandards. Jeder Bereich ist einzeln entsprechend seiner Größe, Last, Konfiguration usw. nach einem einheitlichen Standard ausgelegt. Die Kühlungs-, Stromversorgungs- und Energiemanagementsysteme in einem modularen Rechenzentrum sind in Bausteine und Module unterteilt. Dies stellt ihren störungsfreien, voneinander unabhängigen Betrieb ohne geteilte Ressourcen sicher. In den kommenden fünf Jahren haben modular aufgebaute Rechenzentren das Potenzial zum anerkannten Konzept beim Bau von Rechenzentren zu werden. Jedes Unternehmen ist dann in der Lage – unabhängig von Unternehmensgröße und Branche – ein eigenes Rechenzentrum bauen und skalieren, um seine IT-Anforderungen zu erfüllen.
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* Astrid Hennevogl-Kaulhausen ist Head of Mission Critical Infrastructure Solutions (MCIS)/UPS Sales Germany, Delta Energy Systems.
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