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Energieversorgung sicherstellen, Stromkosten senken
Energieeffizienz ist eine der wichtigsten Anforderungen an moderne Rechenzentren. Denn die Stromkosten machen während der Lebensdauer eines Rechenzentrums den größten Teil der Gesamtkosten (TCO) aus.
Allerdings: Beim Bau herkömmlicher Rechenzentren haben Faktoren wie die Stromversorgung, Kühlung und Luftstromführung keine hohe Priorität. Die PUE (Power Usage Effectiveness – der Gesamtstromverbrauch eines Rechenzentrums dividiert durch den IT-Stromverbrauch) ist deshalb in der Regel zu hoch. Sie liegt oft über 2.0 oder höher: Das bedeutet: nur die Hälfte der Energie wird für die IT-Last aufgewendet. Die andere Hälfte verbraucht die kritische und physische Infrastruktur wie zum Beispiel Stromversorgung, Kühlung oder Beleuchtung.
Modulare Rechenzentren sind hier deutlich effektiver. Sie ermöglichen eine angemessene Abstimmung zwischen der Kapazität und Arbeitslast der Energie- und Kühlsysteme, um die Effizienz zu verbessern und Überkonfiguration zu verringern. Um Energie zu sparen, muss der Wirkungsgrad der Komponenten erhöht und die Last verringert werden. So lassen sich beispielsweise mit modernen Unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USVs) die Stromkosten gegenüber herkömmlichen USVs spürbar senken.
Kühlung: Zweitgrößter Energiefresser im Rechenzentrum
Modulare Rechenzentren nutzen separate Wärme- und Kältegänge und verwenden Kühleinheiten in Reihe, um die Kühlung kompakt gebauter Racks sicherzustellen und die Kühlenergieverluste zu verringern. Die Dichte einzelner Racks lässt sich so um mehr als 20 Kilowatt erhöhen. Bringt man Blindplatten am Platz des Racks, an der keine Server montiert sind, an, fließt 95% der Kaltluft direkt über die Kaltgänge in die Serverracks. Die von allen Racks abgegebene Warmluft wird dann durch die Kühleinheit zurückgeführt und strömt nicht zur Vorderseite des Racks. Dieses dichte Umschließungssystem des Kalt- oder Warmgangs im modularen Rechenzentrum erhöht die Auslastung und reduziert den Verbrauch.
Das hier beschriebene „InRow“-Cooling-Verfahren verbessert die Kühlleistung, da die Kaltluft direkt zu den Heißpunkten geleitet wird. Darüber hinaus ist die Kaltgangeinhausung isoliert, um ein Vermischen von kalter und warmer Luft auszuschließen und um zu verhindern, dass sich Wärmeinseln bilden. Im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren ist die Kühlleistung bei modularen Rechenzentren um über 12% höher.
Werden dann noch Wasserkühlung und freie Kühlung kombiniert lässt sich die PUE auf unter 1.5 senken.
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