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Stadtplanung: Gemeinsam statt einsam
Stadtplanerische Prozesse müssen mehrdimensional, interdisziplinär und parallel geplant werden. Dies zeigen nicht zuletzt die Erfahrungen aus „Stuttgart 21“ und der Fluglärmthematik im Rhein-Main-Gebiet, aus denen entsprechende Lehren zu ziehen sind.
Um Entscheidungsprozesse zu verkürzen müssen Projekte extrahiert, zielgerichtet vorangetrieben und mittels eines optimierten Projektmanagements überwacht werden. Dabei kann die Gründung kleinerer Gesellschaften hilfreich sein, denen konkrete Zeitvorgaben zur Umsetzung gemacht werden.
Die Komplexität einer multimodalen Verkehrskette der Zukunft kann (und will) der Staat nicht eigenverantwortlich bereitstellen. Staatliche Subventionen werden weiter zurückgefahren und stärker privatisierter ÖPNV wird somit partiell teurer werden. Insbesondere geeignet sind PPP-Modelle im Verkehrsbereich für die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen, Fahrzeugbeschaffungen oder neuen Vertriebstechniken, wie das Electronic Ticketing.
„Digital Natives“ gehen voran
Der Wandel zum Verkehr der Zukunft wird von jenen Konsumenten getrieben sein, die zur informationellen Offenheit bereit sind – den sogenannten „Digital Natives“. Sie lösen einen Paradigmenwechsel der Information aus: Weg von der Pull-Information, die ein Nutzer aktiv einholen muss, hin zur Push-Information, die auf Basis des gespeicherten Mobilitätsprofils gesendet werden.
Angst vor Datenmissbrauch besteht allerdings weiterhin, trotz Mehrwert für den Mobilitätskunden. Zunehmend sieht das Verständnis einer übergreifenden Plattform aus Kundensicht ein Graphical User Interface (GUI) vor, welches durch verschiedene Einzellösungen im Sinne des „One-Face-to-the Customer“ gespeist wird. Grundidee hierbei ist: Die Zahlungsfunktion, Identifikation und die räumliche Zuordnung können gleichzeitig erfasst und ausgewertet werden.
Um das große, komplexe Thema „Mobilität der Zukunft“ für eine empirische Studie überhaupt fassbar zu machen, führten die Forscher des Instituts für Zukunftsforschung und Wissensmanagement (IFK) eine sogenannte Cross-Impact-Analyse durch und identifizierten darauf aufbauend sechs zentrale Einflussdimensionen für das zukünftige Mobilitätsumfeld.
Die Befragung eines heterogenen Teilnehmer-Panels im Rahmen eines Online-Delphi-Verfahrens mit insgesamt 248 Experten und Endnutzern (rund 3500 Argumente insgesamt) aus Unternehmen, Verbänden, Bundes- und Landesorganen sowie von Konsumenten bildeten daran anschließend die Grundlage für die Informationserhebung. Zu ihrer hohen Validität kommt die Studie, weil sie darüber hinaus durch drei spezifische Präsenz-Workshops (jeweils für die einzelnen Stakeholder-Gruppen: Hersteller und Mobilitätsdienstleister, öffentliche Hand, Endnutzer) mit ausgewählten Experten (insgesamt n > 30 Personen) ergänzt wurde und zudem mit dem modernen Mittel des „Graphic recording“ dokumentiert wurde.
Studienteilnehmer bewerteten sogenannte Delphi-Projektionen anhand 16 thesenartiger Fragen, z.B. „Wie wahrscheinlich ist aus Ihrer Expertensicht das Eintreffen dieser Entwicklung?“ „Und wie erwünscht wäre aus Ihrer Sicht diese Entwicklung?“
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