Markt- und kostengerechte Produkte entwickeln Methoden, Werkzeuge und Verfahren zur Kostenoptimierung bei der Elektronikentwicklung

Autor / Redakteur: Dr. Helmut Katzier* / Kristin Rinortner

Kostenaspekte sind neben technischen Vorgaben und Terminen ein wichtiger Parameter beim Entwurf elektronischer Systeme. Hierbei spielt ein systematisches Kostenmanagement (Wertgestaltung) eine wesentliche Rolle. Im Artikel wird der optimale und effiziente Einsatz der verschiedenen Methoden, Werkzeuge und Verfahren zur Kostenoptimierung aufgezeigt.

Anbieter zum Thema

Kostenoptimierungen stehen bei der Entwicklung elektronischer Systeme bei vielen Anwendungen im Fokus. Je nach Anwendung ist allerdings das Optimum aus Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und minimalen Kosten unterschiedlich definiert. Darüber hinaus stehen sich Verbesserungen bei den Entwicklungs- und den Herstellungskosten oft konträr gegenüber.

Wichtige Vorrausetzung für eine optimale Kostengestaltung sind ganzheitliche Kostenbetrachtungen, bei denen nicht die Kosten einzelner Komponenten reduziert werden, sondern systemübergreifende Kostenoptimierungen im Vordergrund stehen. Diese ganzheitliche Kostenanalyse (Design to Cost) muss bereits in einer frühen Phase des Entwicklungsprozesses durchgeführt werden. Für eine signifikante Kostenreduktion stehen verschiedene Methoden, Verfahren und Prozesse zur Verfügung, die jedoch abhängig von Produkt und Branche richtig angewandt werden müssen.

Kostenreduktion als komplexer Optimierungsprozess

Das Entwickeln elektronischer Systeme ist immer ein komplexer Optimierungsprozess. Forderungen nach niedrigen Kosten, hoher Qualität und erforderlicher Leistungsfähigkeit stehen oft im Widerspruch zueinander. Das Optimum zwischen diesen Anforderungen ist immer produktabhängig. Die häufig zu hörende Aussage „es muss alles optimal sein“ ist kontraproduktiv und behindert eine konsequente Kostenoptimierung.

Bei elektronischen Systemen mit kleinen Stückzahlen und hohen Qualitätsanforderungen muss der Entwickler oder Konstrukteur andere Maßnahmen ergreifen als bei Systemen mit sehr hohen Stückzahlen und niedrigen Anforderungen an die Lebensdauer und die Qualität.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:300741)