Steckverbinderkongress 2025 EMV und die Simulation, die eigentlich keiner machen möchte

Von Kristin Rinortner 2 min Lesedauer

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EMV ist ein essenzielles Thema in der Elektronikentwicklung. Oft wird sie jedoch als notwendiges „Übel“ wahrgenommen und erst dann relevant, wenn Probleme auftreten. Maximilian Depta erklärt in seinem Vortrag, wie die Simulation von EMV-Effekten helfen und sinnvoll in die Entwicklung eingebunden werden kann.

Maximilian Depta ist Berater mit langjähriger Expertise in der digitalen Produktentwicklung. Sein Fokus liegt auf der Optimierung von Entwicklungsprozessen durch innovative Technologien, insbesondere in den Bereichen Simulation, Cloud Kollaboration und Virtualisierung. Als Business Development Manager bei Simuserv treibt er maßgeblich simulationsrelevante Themen voran. (Bild:  Simuserv)
Maximilian Depta ist Berater mit langjähriger Expertise in der digitalen Produktentwicklung. Sein Fokus liegt auf der Optimierung von Entwicklungsprozessen durch innovative Technologien, insbesondere in den Bereichen Simulation, Cloud Kollaboration und Virtualisierung. Als Business Development Manager bei Simuserv treibt er maßgeblich simulationsrelevante Themen voran.
(Bild: Simuserv)

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) wird in der modernen Elektronikentwicklung immer wichtiger. Besonders die Simulation von EMV-Effekten wird aber oft stark vernachlässigt. Denn derartige Simulationen sind nicht trivial und erfordern tiefes Wissen über die physikalischen Wechselwirkungen.

Zudem liegt der Fokus vieler Projekte auf Funktionalität und Marktreife, wodurch EMV-Aspekte oft an das Ende der Entwicklung verschoben werden – mit häufig kostspieligen Konsequenzen.

Herr Depta, warum möchte niemand EMV-Simulation machen?

EMV-Simulationen haben den Ruf, komplex und zeitaufwendig zu sein. Viele Ingenieure bevorzugen stattdessen Tests an realen Prototypen, weil sie greifbare Ergebnisse liefern. Zudem fehlen oft das nötige Knowhow und die passenden Werkzeuge, um Simulationen effizient durchzuführen. Ein weiteres Problem ist, dass die Modellierung einer realitätsnahen Umgebung anspruchsvoll ist und Simulationen nicht immer sofort vertrauenswürdige Ergebnisse liefern, wenn die Randbedingungen nicht exakt definiert sind. Das Problem ist: Wenn EMV-Probleme erst im Labor entdeckt werden, ist es meist zu spät, um sie ohne teure und zeitintensive Änderungen zu beheben.

Wie können Simulationen helfen, EMV-Probleme frühzeitig zu erkennen und zu lösen?

Mit Simulationen lassen sich EMV-Probleme erkennen, bevor ein einziges Bauteil bestellt oder gelötet wird. So können Entwickler schon in der Designphase sehen, wo Störungen auftreten könnten – z. B. durch ungünstige Leiterbahnführung, schlechte Masseverbindungen oder kritische Koppelpfade. Statt später im Labor nach Lösungen zu suchen, werden Probleme direkt im Layout entschärft. Das spart Zeit, Geld und vor allem Nerven.

Leitkongress zu Trends und Einsatz moderner Steckverbinder

Anwenderkongress Steckverbinder in Würzburg

Anwenderkongress Steckverbinder
(Bild: VCG)

Der Anwenderkongress Steckverbinder beleuchtet praxisorientiert technische Aspekte beim Design und Einsatz moderner Steckverbinder. In Praxis-Workshops vermitteln hochkarätige Experten Steckverbinder-Grundlagen, spezifisches Knowhow und helfen bei der Auswahl des richtigen Steckverbinders.

Der Kongress ist eine in Europa einzigartige Veranstaltung, die sich den Themen rund um das Steckverbinder-Design, Design-in, Werkstoffe, Qualifizierung und Einsatz von Steckverbindern widmet.

Warum ist das Thema Ihres Vortrags besonders relevant für unsere Teilnehmer?

Jeder, der Elektronik entwickelt, muss sich mit EMV auseinandersetzen – ob er will oder nicht. Viele erleben es selbst: Ein Produkt funktioniert perfekt, fällt aber bei der EMV-Prüfung durch. Wer EMV-Simulation gezielt einsetzt, kann Fehler frühzeitig vermeiden und effizientere Entwicklungsprozesse etablieren.

Was sind die drei wichtigsten Aspekte Ihres Vortrags?

1. Praxisnahe Anwendung von EMV-Simulationen: Wie lassen sich typische Probleme frühzeitig erkennen? 2. Integration in den Entwicklungsprozess: Wie können Simulationen nahtlos in bestehende Workflows eingebunden werden? 3. Effizienzsteigerung und Kostensenkung: Wie sparen Unternehmen Zeit und Geld durch gezielte Simulationen?

Was lernen unsere Teilnehmer aus Ihrem Vortrag?

Die Teilnehmer erfahren, wie sie Simulationen sinnvoll in ihren Entwicklungsprozess integrieren können. Wir zeigen Praxisbeispiele von realen Entwicklungen und erläutern, wie durch Simulation die Produkte EMV-gerecht entwickelt werden konnten. (kr)

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