Leuchtenentwicklung LED-Module vereinfachen das Leuchtendesign

Autor / Redakteur: Robbie Paul * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Ein LED-Leuchtenentwickler muss nicht nur ein ästhetisches Leuchtendesign entwerfen, sondern auch ein Verständnis für die Elektronik haben. LED-Light-Engines erleichtern die Entwicklung.

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Leuchtende LED: LEDs werden so ausgelegt, dass sie den Lichtabgabewerten herkömmlicher Lichtquellen entsprechen.
Leuchtende LED: LEDs werden so ausgelegt, dass sie den Lichtabgabewerten herkömmlicher Lichtquellen entsprechen.
(Digi Key)

LED-Module und -Engines erfreuen sich in der Beleuchtungsbranche einer zunehmenden allgemeinen Akzeptanz. In der Tat hat sich die Branche letztlich mit diesem Konzept angefreundet. Zu Anfang gingen viele Vertreter der Beleuchtungsbranche noch davon aus, dass man LEDs in Module packt, weil sie sich dann einfach in LED-Lampen integrieren lassen. Und doch wagte sich die Mehrzahl der Branchenvertreter auf das Gebiet der LED vor, indem sie diskrete LEDs einsetzten – wegen ihrer deutlich geringeren Kosten. Mit zunehmender Stärkung der halbleiterbasierten Beleuchtungstechnik werden aber die subtilen Herausforderungen deutlich, die mit dem Einsatz von diskreten LEDs verknüpft sind.

Ergänzendes zum Thema
LED-Module in der Beleuchtung

LED-Module und -Engines etablieren sich zunehmend in der Beleuchtungsbranche. Die Hersteller von Beleuchtungsanlagen erkennen den Wert und die Vorteile eines LED-Moduls und einer LED-Engine. Sie müssen dabei keinerlei Leistungskompromisse eingehen und können einen hohen Differenzierungsgrad ihrer Produkte erzielen. Mit den Modulen verkürzt sich die Design- und Entwicklungszeit, und die Produkte lassen sich viel schneller auf den Markt bringen. Zudem verringern sie das Bestands- und veralterungsbedingte Risiko. Digi-Key ist vom Erfolg der Light-Engines überzeugt und hält Hunderte verschiedene Module auf Lager und versandbereit. Diese LED-Module und -Engines stehen in den unterschiedlichsten Formfaktoren und Leistungsstufen zur Verfügung. Viele LED-Module und -Engines sind für spezielle Anwendungen entwickelt und dementsprechend abgestimmt.

Die Definition des LED-Moduls

Jetzt sucht die Branche nach effizienteren Lösungen. Schon der Begriff LED-Modul hat in den verschiedenen Segmenten der Beleuchtungsbranche unterschiedliche Bedeutungen und Konnotationen. Auch regional wird dieser Begriff verschieden interpretiert. Digi-Key verwendet die Zhaga-Definition: „Ein LED-Modul ist eine Einheit, die eine oder mehrere LEDs enthält und die als eine Lichtquelle ausgeliefert wird. Sie kann darüber hinaus weitere Komponenten enthalten, wie optische, mechanische, elektrische und elektronische Komponenten, wozu jedoch nicht die Steuerungseinrichtung zählt."

Für die Steuerungseinrichtung ist in der Branche zumeist der Begriff LED-Treiber gebräuchlich. Zhaga definiert weiterhin eine LED-Light-Engine als ein LED-Modul, das einen Treiber enthält. Allerdings werden in der Branche die Begriffe Modul und Engine nach wie vor völlig willkürlich verwendet. Für diesen Artikel ist es nicht notwendig, die beiden Begriffe klar voneinander zu unterscheiden.

In der Vergangenheit mussten sich OEMs in der Beleuchtungstechnik nicht mit Elektronik auf diskreter Ebene befassen. Beleuchtungsanlagen sind im Grunde elektrische Produkte mit Ausnahme der Vorschaltgeräte, die als Modul eingekauft und behandelt wurden. Die Hersteller waren nicht in der Lage, elektronische Komponenten auf Platinen zu montieren, da sie es nicht brauchten. Aus dieser Sicht spielten die Hersteller von Beleuchtungsanlagen die Rolle von Integratoren: Sie kauften die Lichtquelle, das Vorschaltgerät sowie andere elektrische Komponenten ein und montierten sie zur jeweiligen Beleuchtungsanlage. Der wesentliche Beitrag der OEMs zum Design der Beleuchtungsanlage bestand im Industriedesign. Denn bei Beleuchtungsanlagen ging es schon immer sowohl um funktionale als auch um ästhetische Aspekte.

Die Elektronik spielt eine zentrale Rolle

Komplexe LED-Leuchten: Wer heute LED-Leuchten fertigt, muss auch elektronische Komponenten auf Leiterplatten montieren können. Die Hersteller nehmen die Rolle von Integratoren ein.
Komplexe LED-Leuchten: Wer heute LED-Leuchten fertigt, muss auch elektronische Komponenten auf Leiterplatten montieren können. Die Hersteller nehmen die Rolle von Integratoren ein.
(Digi Key)
Erst mit dem Aufkommen der LED-Beleuchtungsanlagen geriet die Technik hinter dem Licht zunehmend in den Blickpunkt der Designer und wird als potenzielles Unterscheidungsmerkmal auf dem Markt genutzt. Damit müssen Hersteller von Beleuchtungsanlagen zunehmend auch Experten auf elektronischem Gebiet werden. Das ist eine fundamentale Herausforderung.

Einigen Herstellern gelingt es, diese Chance zu ergreifen, während es anderen ziemlich schwer fällt. Gleichzeitig schrumpft der Produktentwicklungszyklus, und eine immer kürzere Markteinführungszeit wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Durch den Einsatz von LED-Modulen und Light-Engines können die Hersteller von Beleuchtungsanlagen viele der erwähnten Herausforderungen meistern.

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