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Andererseits erscheinen die LED-Module immer mehr als einfache Produkte. Deshalb versuchen OEMs der Beleuchtungstechnik die Subsysteme eigenständig zu entwickeln und herzustellen. Jedoch zeigt sich, dass es sich um hoch entwickelte Ingenieurprodukte handelt. Die Anzahl der LEDs, die Konfiguration, in der die LEDs platziert sind, sowie der gesamte Formfaktor wurden bewusst gewählt und erfüllen einen Zweck. Bei der Entwicklung der Module sind die unterschiedlichsten Typen, Formen und Formfaktoren möglich.
Mittlerweile sind sogar dreidimensionale Formen möglich, die sich für omnidirektionale Anwendungen besser eignen. LED-Module werden so ausgelegt, dass sie den Lichtabgabewerten von herkömmlichen Lichtquellen entsprechen, um Kompatibilitätsprobleme mit den bestehenden Layouts zu vermeiden. Bei hochwertigen LED-Modulen werden fein abgestufte LED-Klassen (Binning) eingesetzt, um so für Kompatibilität und Konsistenz zu sorgen.
Durch die Module entfallen vor allem die sonst notwendigen elektronischen Baugruppen. Werden komplette Module eingekauft, verkürzt sich die Markteinführungszeit und der Produktentwicklungszyklus. Verfügt ein LED-Modul über die Zulassung einer Prüfstelle auf Komponentenebene, so verkürzt sich die Zulassungszeit der Endprodukte (Beleuchtungsanlagen).
Die Vorteile der LED-Module und -Engines
Auch für die Lieferkette ergeben sich dank der Module und Engines Vorteile. Händler können die Liefermengen an ihre Abnehmer zusammenfassen und damit den Preis für Module und Engines senken. Wird der Vertriebskanal optimal genutzt, verringert sich das Bestandsrisiko. Um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen, müssen Anbieter bei der LED-Entwicklung immer auf den aktuellsten Stand sein. Werden Module und Engines genutzt, ist ein schnellerer Umstieg auf die nächste LED-Generation möglich.
Für einen Modulhersteller fällt der Wechsel zu leistungsfähigeren Produkten leichter, da sie über einen breiteren Kundenstamm verfügen. Interessant ist auch die Tatsache, dass sich so das Design von Beleuchtungsanlagen modularisieren lässt, um zusätzliche Effizienzgewinne zu erzielen. So können beispielsweise mit denselben LED-Basismodulen Beleuchtungsanlagen für das untere, das mittlere und das höhere Marktsegment entwickelt werden.
Die Module lassen sich wie Bausteine verwenden und sind stapelbar, um die gewünschte Leistungsebene zu erreichen. Die Lichtquelle kann als ein von der Beleuchtungsanlage getrenntes Designelement angesehen werden.
* Robbie Paul ist für den Vertrieb der Beleuchtungsprodukte bei Digi-Key verantwortlich.
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