Verbindungstechnik

LED-Leuchten anschließen, schützen und steuern

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Der Anschluss erfolgt direkt im Gehäuse

Ein großer Vorteil moderner Steckverbinder-Systeme sind die permanenten Neuentwicklungen, die auch den Aufbau der Leuchten erleichtern. Ein Beispiel hierfür sind – etwa beim M12-System - Gerätesteckverbinder, die direkt auf die Leiterplatte gelötet werden. Es gibt sie in Varianten für das Wellen-, THR- und SMD-Löten. Auf diese Weise kann das Universal-Genie M12 direkt zum Anschluss einer Leiterplatte eines LED-Moduls verwendet werden. Neuartige Verschraubungen gleichen dann prozessbedingte Fertigungstoleranzen zwischen dem Gehäuse und der Leiterplatte aus (Bild 2).

Je nach Bauart werden innerhalb der Leuchte häufig das Betriebsgerät und das LED-Modul verbunden. So kommt es in der Praxis vor, dass beide Elemente mit bereits angeschlagenen Leitern angeliefert werden, die dann in der Leuchte zusammengeführt werden. Auch für diese Verdrahtungsart hält die Geräte- und Steuerungstechnik Lösungen bereit. Neben den dort eingesetzten Leiterplatten-Steckverbindern existieren sogenannte „fliegende Verbindungen“. Dabei handelt es sich um Stecksysteme, die jeweils aus einem Buchsen- und einem Steckerteil bestehen. Beide Teile verfügen über einen komfortablen Push-in-Federkraftanschluss. Bei dieser Anschlussart wird der Leiter gegen die Federkraft in die Klemmstelle geschoben. Je nach Art des Leiters und des Stecksystems sind hier meist keine Werkzeuge notwendig, der Leiter muss lediglich abisoliert werden.

Geigneter Schutz vor Überspannungen

Gelöst wird der Leiter entweder durch einen Tastendruck am Stecksystem oder durch ein von außen zugeführtes Werkzeug. Das kann beispielsweise ein Schraubendreher sein. Dadurch wird die Feder entlastet, und der Leiter kann wieder entnommen werden. Die „feinen Strippen“ eines Betriebsgerätes können so vor der Montage auf einfach mit einem mehrpoligen Stecker ausgestattet werden. Das Gegenstück des Stecksystems wird im Vorfeld auf die freien Leitungen des LED-Moduls aufgesetzt. Nach der Montage in der Leuchte wird dann das Betriebsgerät nur noch durch einfaches Stecken mit dem LED-Modul verbunden (Bild 2).

Nun lassen sich die LED-Leuchten der neusten Generation zwar vielseitig einsetzen – sie sind allerdings äußerst empfindlich gegen Überspannungen. Beispielsweise entstehen Überspannungen nicht nur durch Gewitter und die dadurch verursachten möglichen Blitzeinschläge. Schädliche Überspannungen werden auch durch Schalthandlungen als Folge von Erd- oder Kurzschlüssen sowie als Folge des Auslösens von Sicherungen innerhalb eines Stromversorgungsnetzes verursacht. Aus der Praxis ist bekannt, dass die Leuchte durch derartige Überspannungen vorgeschädigt werden kann.

Bekannt sind diese Überspannungsereignisse auch aus der Geräte- und Steuerungstechnik. Daher sind für diese Fälle bereits geeignete Überspannungsableiter verfügbar. Mit ihrer kompakten Bauform lassen sich die Geräte auch auf kleinem Bauraum in der Leuchte integrieren. Leistungsfähige Geräte bieten einen hohen Verdrahtungskomfort. Die Module sind mit Klemmen ausgestattet, die dem Leuchtenhersteller einen weiten Anschlussbereich zur Verfügung stellen.

So lassen sich die LED-Module steuern

Die intelligenten oder auch „smarten“ Steuerungen von heute arbeiten nicht nur in Tageslichtsensoren oder Präsenzmeldern, sondern auch in durchdachten Lichtszenarien – damit das Licht immer zur richtigen Zeit in der richtigen Menge zur Verfügung steht und sich dem biologischen Rhythmus des Menschen anpasst. Hierfür kann der Leuchtenentwickler auf Steuerungen aus der Automatisierungstechnik zurückgreifen.

Für die Programmierung und Konfigurierung derartiger Steuerungen steht bedienerfreundliche Automatisierungs-Software zur Verfügung. Digitale Ein-/Ausgänge, Ethernet-Schnittstellen sowie unterschiedliche Kommunikationsprotokolle unterstützen einen Leuchtenentwickler dabei, das Licht in der gewünschten Intensität an die erforderliche Position zu bringen.

* Lukas Muth ist für das Produkt-Marketing Leiterplatten-Anschlusstechnik bei Phoenix Contact verantwortlich.

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