Direktstecksystem Flexible LED-Streifen bewahren immer die Fassung
Obwohl die ersten Glühlampen eine geringe Lebensdauer hatten, setzten sie sich auf breiter Front durch, weil die Anschlusstechnik sehr einfach ist. Das soll jetzt auf LEDs übertragen werden.
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Bei der Anschlusstechnik elektronischer Baugruppen bei LED-Anwendungen stehen Zuverlässigkeit, Funktion, Baugröße und elektrische Größen im Vordergrund.
Aus diesem Grund sind Elektronik-Entwickler und Konstrukteure ständig auf der Suche nach geeigneten Anschlusslösungen für flexible LED-Streifen. Mit einem aktuellen Direktstecksystem ist der Anschluss fast so bequem wie bei einer Glühlampe (Bild 1).
Eine neue Generation von flexiblen LED-Streifen erreicht mittlerweile mit einem hohen Systemwirkungsgrad eine Lichtausbeute von 160 lm/W. Die Kataloge der Hersteller von vor zwei Jahren gaben noch eine Lichtausbeute von 100 lm/W an.
Allein dieser Vergleich zeigt, dass die rasante Entwicklung dieser Leuchtmittel anhält. Nicht ganz so schnell vollzieht sich allerdings die Entwicklung bei der Anschlusstechnik für die LED-Streifen.
Betrachtet man den Siegeszug der Glühlampe seit ihrem Aufkommen gegen Ende des 19. Jahrhunderts, wird schnell deutlich, wie eine spektakuläre neue Beleuchtungstechnik die Welt verändern kann. Obwohl die ersten Glühlampen noch unzuverlässig arbeiteten und eine Lebensdauer von weit unter 1000 Stunden hatten, konnten sie sich auf breiter Front durchsetzen.
Den Nachteil ihrer kurzen Lebensdauer kompensierten sie durch ihre einfache Austauschbarkeit. Denn die Anschlusstechnik der Glühlampe ist so einfach und durchdacht, dass auch Laien rasch einen Glühlampenwechsel vornehmen können.
Einfacher Austausch der LED-Streifen
Am Beispiel der Glühlampe wird deutlich, wie wichtig bei neuen Leuchtmitteln die richtigen Anschlussverfahren sind. Flexible LED-Streifen werden mittlerweile in vielen unterschiedlichen Beleuchtungslösungen eingesetzt – etwa zur Fassaden-Akzentbeleuchtung oder zur indirekten Deckenbeleuchtung. Renommierte Hersteller haben die LED-Streifen inzwischen auf ein hohes technisches Niveau gehoben, das viele Ansprüche erfüllt. Die flexiblen LED-Streifen aus aktuelleren Fertigungsserien sind farbkonstant und bieten einen einheitlichen und klaren Farbeindruck. Neben der hohen Lichtausbeute und der ausgewogenen Lichtverteilung sind die LED-Streifen robust und langlebig. Daher haben flexible LED-Streifen konventionelle Leuchtmittel in zahlreichen Anwendungsbereichen bereits ersetzt.
Flexible LED-Streifen in der Anwendung
Bei den konventionellen Leuchtmitteln können Entwickler auf etablierte Fassungen und Halter zurückgreifen: etwa G1-Aufbaufassungen für T8-Leuchtstofflampen oder E27-Fassungen für Glühlampen mit E27-Sockel. Damit ist die mechanische und elektrische Anbindung an die Beleuchtungslösung problemlos möglich.
Für die flexiblen LED-Streifen haben sich leider noch keine derartigen Fassungen und Halter etablieren können. Die empfindlichen flexiblen LED-Strips werden meist in Längen zwischen fünf und zehn Meter auf Spulen gewickelt ausgeliefert, qualitätsbewusste Hersteller achten noch zusätzlich auf eine ESD-gerechte Verpackung.
Die Streifen sind auf der Unterseite mit einer selbstklebenden Schicht versehen und in mehrere Segmente aufgeteilt. Zwischen zwei Segmenten ist eine Markierung aufgebracht, so dass der LED-Streifen dort mit einem einfachen Schneidewerkzeug getrennt werden kann (Bild 2).
Vor dem Einbau wird die benötigte Länge von der Rolle abgewickelt, in den markierten Bereichen abgeschnitten und als Leuchtmittel in die Leuchte eingeklebt. Durch die Klebeschicht ist der Streifen mechanisch mit der Beleuchtungslösung verbunden. Bei der elektrischen Anbindung können die Anwender jedoch noch nicht auf gängige Anschlussverfahren und Systeme zurückgreifen – hier wünschen sich viele Leuchtenhersteller eine bessere Anschlusstechnik.
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