Obsoleszenz-Management Komponenten-Abkündigungen müssen nicht zur Falle werden
Die Verfügbarkeit elektronischer Bauteile nimmt spürbar ab. Richtig betrieben, spart das Obsolescence Management, also die Recherche nach Ersatzkomponenten, sogar Kosten.
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Durch Innovation und Konkurrenzdruck nimmt die Verfügbarkeitsdauer von elektronischen Bauteilen sowie elektronischer Fertigungserzeugnisse stetig ab.
Bei Produkten im Endverbrauchermarkt ist man darauf eingestellt. Für professionelle Anwender im Bereich Luftfahrt-, Verkehrs-, Industrie-, Militär- und Medizintechnik sind die Herausforderungen rund um die Langzeitversorgung mit Komponenten jedoch spürbar größer. Ein Beispiel: Laut der Bundesnetzagentur hat sich das Verkehrsvolumen im Mobilfunk in den Jahren 2003 bis 2008 um 145 Prozent erhöht.
Veränderte Anwendungen treiben Entwicklung voran
Und der Markt wächst weiter: Laut Aussage der Marktforschungsorganisation EITO wurden alleine im Jahr 2009 in Deutschland 26,9 Millionen Mobilfunk-Endgeräte verkauft.
Aufgrund des enormen Potenzials herrscht in diesem Markt, ähnlich wie in anderen Endverbraucher-Elektronikmärkten, ein entsprechend starker Verdrängungswettbewerb.
Diese Marktsituation verschärft den Innovationsdruck unter den Herstellern. Um neue Modelle für den Anwender interessanter zu machen, sind Funktionalitäten wie E-Mail, Internet, Video, Musik und mobile soziale Netzwerke erforderlich.
Speziell durch die multimedialen Funktionalitäten sind wachsende Prozessorleistung und steigende Speicherkapazitäten bei sinkender Größe für innovative Modelle essentiell.
Angesichts der rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit bei Halbleiterspeichern und der Vorherrschaft der Großabnehmer aus der beschriebenen Endverbraucher-Elektronik gestaltet sich die langfristige Versorgung mit Bausteinen zunehmend schwieriger und unsicherer.
Umgang mit dem Risiko im Obsolescence Management
Damit Abkündigungen nicht zur Falle werden und kostenintensive Maßnahmen zur Behebung eingeleitet werden müssen, werden im Obsolescence Management relevante Komponenten regelmäßig auf die aktuelle Verfügbarkeit untersucht und bewertet.
Eine Prognose erlaubt zudem eine Einschätzung der noch verbleibenden Komponentenlaufzeit. Auf diesem Weg wird das Risiko einer „verpassten“ Abkündigung oder Änderung auf ein Minimum reduziert.
Zu jedem Zeitpunkt ist ein kompletter Überblick zur Stückliste vorhanden. Das schafft ein hohes Maß an Versorgungssicherheit und verfeinert als zusätzliche Eingangsgröße das Risikomanagement.
Selbst wenn Abkündigungen eintreten, ist ausreichend Vorlauf vorhanden, um vernünftige Maßnahmen zu ergreifen ohne die Lieferfähigkeit zu beeinflussen.
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