Berührungssensitive Touch-Oberflächen

Komplett geschlossene Bedieneinheiten für industrielle Anwendungen

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Systemaufbau der Touch-Oberflächen

Glasscape-Aufbau im Querschnitt (Archiv: Vogel Business Media)

Die Sensorflächen werden von hinten auf die geschlossene und rückseitig bedruckte Glasfläche laminiert. Je nachdem, ob die Sensorflächen beleuchtet werden sollen, werden transparente oder opake Träger verwendet. Unbeleuchtete Sensorflächen werden in Kupfer auf die Leiterplatte aufgebracht. Die Auswerteelektronik befindet sich auf der Rückseite der Leiterplatte.

Rückseite der Leiterplatte mit Auswertelektronik (Archiv: Vogel Business Media)

Beleuchtete Sensorflächen werden mit ITO-Folien oder mit leitlackbeschichteten Polyesterfolien geschaffen. Auf diese Weise lassen sich Ring-, Symbol- und Flächenbeleuchtungen realisieren. Die kapazitiven Sensorfolien werden über eine „Tail“-Verbindung auf eine dahinterliegende Leiterplatte mit der Auswerteelektronik geführt.

Reinraum- und industrietauglich

Design für gewerblich genutzte Kaffeevollautomaten (Archiv: Vogel Business Media)

Die Bedienpaneele bestehen aus einer geschlossenen und völlig glatten Oberfläche. Sie lassen sich schnell und gründlich reinigen und erfüllen damit die hohen Anforderungen der Lebensmittel- und Pharmaindustrien. Auch in der Medizintechnik können sie in aseptischen Bereichen verwendet werden.

Zugleich eignen sich die Glasscape-Produkte aufgrund ihrer Stabilität und Verschmutzungsresistenz ebenfalls besonders gut für das raue industrielle Umfeld. Die glatten Oberflächen bieten mechanischen Kräften keine Angriffsfläche: Es gibt keine leicht verschleißenden Schalter und selbst extrem widrige Bedingungen führen zu keiner Abnutzung der Beschriftungen und Kennzeichnungen.

Herausforderungen an die Entwickler

Rafi musste unterschiedliche technische Aufgabenstellungen lösen und eine umfassende Prüfsystematik entwickeln, um erstmals berührungssensitive Eingabeeinheiten unter einer hochstabilen Glasoberfläche zu implementieren: Staub, Schweiß, größere Temperaturschwankungen und eine damit einhergehende Betauung dürfen zu keiner funktionalen Einschränkung führen. Die feine Abstimmung der kapazitiven Sensorik gestattet jetzt auch die Bedienung mit Arbeitshandschuhen. Auch der Schritt zur Serienfertigung stellt eine Herausforderung dar. Angesichts hochwertiger Komponenten sind große Fertigungspräzision und erfahrene Mitarbeiter wichtig, um beispielsweise beim Auflaminieren der kapazitiven Touch-Folien eine Blasenbildung zu vermeiden und keinen teuren Ausschuss zu produzieren.

*Artur Krug ist für die Unternehmenskommunikation bei Rafi in Berg bei Ravensburg zuständig.

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