Miniaturisierung in der Anschlusstechnik

Kleine Steckverbinder für kleine Geräte

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Flache und SMT-fähige Lösungen

Oberstes Ziel bei der Entwicklung der Miniatur-Steckverbinder war es, möglichst wenig Bauraum auf der Leiterplatte sowie im Gerät zu beanspruchen. Außerdem sollten die Komponenten SMT-fähig sein. Mit den Mini-Steckverbindern PTSM und PTPM hat Phoenix Contact zwei Anschlusslösungen auf den Markt gebracht: Der Miniatur-Steckverbinder PTSM, der mit Federkraft arbeitet, nutzt eine Push-In-Schenkelfeder als Klemmelement. Diese Kontaktart baut klein und ermöglicht einen schnellen Anschluss abisolierter, starrer und flexibler Leiter.

Bild 2: Trotz seiner geringen Bauhöhe lässt sich der PTSM-Federkraft-Steckverbinder leicht bedienen: starre Leiter werden abisoliert und direkt gesteckt, gelöst wird mit einem herkömmlichen Schraubendreher (Archiv: Vogel Business Media)

Zusätzliches Miniaturisierungspotenzial boten die Betätigungselemente der Klemme. Der Wegfall der Lösetasten spart weiteren Bauraum und macht die Baugruppe flach und kurz. Statt über Lösetasten erfolgt die Betätigung mittels Schraubendreher im Betätigungsschacht (Bild 2). Verwendet wird ein Schraubendreher mit einer Klingenbreite von 2,0 mm, wie er im Elektronikbereich üblich ist. Dieser Miniatur-Steckverbinder eignet sich besonders als Energieversorgung für Leiterplatten der LED-Technik, die jetzt im Leuchtenbereich eingesetzt werden und die ebenfalls flach ausgeführt sind.

Werkzeuglose Betätigung für Ethernet-Anschluss

Auch beim zweiten Miniatur-Steckverbinder, dem PTPM in Schneidklemm-Technik, der für flexible Leiter konzipiert ist, wurden neue Wege beschritten. Die Schneiden wurden so weit verkürzt, dass jeweils nur eine Spitze übrig bleibt, die dann die Leiterisolation durchdringt. Diese Spitzen werden auch Pierce-Kontakte genannt, da sich ihre Wirkungsweise von gängigen Schneiden unterscheidet.

Bild 3: Beim PTPM-Pierce-Kontakt-Stecker werden flexible Leiter in die Führung eingeschoben – eine Abisolierung ist nicht mehr notwendig. Die Kontaktierung erfolgt mittels Fingerdruck. (Archiv: Vogel Business Media)

Der Mini-Steckverbinder wird werkzeuglos – also von Hand – betätigt, und schwenkbare Führungen positionieren die Leiter. Nachdem die Leiter positioniert sind, kontaktiert der Schneidanschluss den Leiter per Daumendruck – und die Verbindung ist hergestellt (Bild 3). Diese einfache Betätigung lässt sich rasch ausführen. Der Miniatur-Steckverbinder eignet sich besonders für schnell zu konfektionierende Datenleitungen. Von Vorteil ist hier auch, dass flexible Leiter, etwa bei Ethernet-Leitungen, paarweise angeschlossen werden.

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Geräte der Gebäudeautomation werden flacher

Beide Steckverbinder machen deutlich, dass die gängigen Bauelemente der Leiter-Anschlusstechnik noch weiter verkleinert werden können. Im Rastermaß 2,5 mm kann der Geräteentwickler nun auf Bauelemente der Leiterplatten-Anschlusstechnik zurück greifen, die 5 mm hoch sind. Mit dieser geringen Bauhöhe ermöglichen die Miniatur-Printklemmen und -Steckverbinder die Konstruktion und die Herstellung von flacheren Geräten, wie sie etwa in der Gebäudeautomatisierung benötigt werden.

*Dipl.-Ing. Lukas Muth arbeitet im Produktmarketing Combicon bei Phoenix Contact in Blomberg

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