Managed-NAND-Memory

Intelligente Speichersysteme der Zukunft

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NAND-Flash-Bausteine – Fehlermechanismen und Datenmanagement (Forts.)

  • Defektblöcke (Bad Blocks). Bei NAND-Flashes können einzelne Speicherbereiche bereits zum Zeitpunkt der Auslieferung Fehler aufweisen – man spricht hier von so genannten Defektblöcken oder Bad Blocks, die in zwei Kategorien unterteilt werden:
  • Bad Blocks zum Zeitpunkt der Auslieferung – Alle defekten Speicherblöcke eines Flashbausteins, die aufgrund des Herstellungsprozesses nicht durch eine externe Anwendung genutzt werden können. Der erste Block eines Speicherbausteins (Block „0“) wird dabei von den meisten NAND-Flash-Herstellern bei Auslieferung als fehlerfrei garantiert und dient z.B. zur Speicherung des Boot-Codes.
  • Durch Nutzung des Speichers hervorgerufene Blockfehler. Während der Nutzung des Speichers auftretende Blockfehler führen zu Fehlern bei Programmier- oder Löschoperationen. Für eine hohe Integrität der gespeicherten Daten gilt es, solche Bad Blocks durch Kopieren der jeweiligen Inhalte an einen anderen Speicherort zu ersetzen.
(Archiv: Vogel Business Media)

Für eine garantierte Konsistenz von gespeicherten Daten und Code muss jedes System, das einen NAND-Flash-Speicherbaustein enthält, über ein geeignetes Flash-Datenmanagement verfügen, um den oben erwähnten technischen Beschränkungen erfolgreich Paroli bieten zu können. Dies erfolgt mit Hilfe leistungsfähiger Algorithmen, die sowohl als Softwareroutinen oder als eigenständige HW-Blöcke implementiert sein können (siehe Tabelle 3).

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