Verkauf an Mehrheitsanteilen Intel verhandelt mit Investoren über Altera-Verkauf

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Intel hat Nachrichtenmeldungen zufolge konkrete Verkaufsgespräche für den FPGA-Spezialisten Altera aufgenommen. Demnach verhandle man mit der Kapitalgesellschaft Silverlake über eine mögliche Mehrheitsbeteiligung. Der Wert von Altera werde demnach mit 9 Mrd. US-Dollar bewertet.

Flagge zeigen: Die Verkaufsgespräche über Intels FPGA-Tochter scheinen konkrete Züge anzunehmen. Wie Reuters und Bloomberg melden, befinden sich die Gespräche mit der Kapitalgesellschaft Silverlake über einen möglichen Einstieg bereits im fortgeschrittenen Stadium.(Bild:  Altera, via Twitter/X)
Flagge zeigen: Die Verkaufsgespräche über Intels FPGA-Tochter scheinen konkrete Züge anzunehmen. Wie Reuters und Bloomberg melden, befinden sich die Gespräche mit der Kapitalgesellschaft Silverlake über einen möglichen Einstieg bereits im fortgeschrittenen Stadium.
(Bild: Altera, via Twitter/X)

Der mögliche Verkauf des FPGA-Spezialisten Altera scheint konkrete Züge anzunehmen: Wie die Nachrichtenmeldung Reuters meldet, hat Intel am Dienstag (18.2.2025) exklusive Gespräche mit der Buyout-Firma Silverlake über eine Mehrheitsbeteiligung an Altera aufgenommen. Auch Bloomberg hat von entsprechenden Entwicklungen berichtet. Beide Nachrichtenagenturen berufen sich dabei auf interne, mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

Demnach sei Silverlake bereits dabei, die letzten Details eines möglichen Einstiegs und einer Investition in Altera zu klären. Den Meldungen zufolge wird der Wert des FPGA-Herstellers demnach auf 9 Mrd. US-Dollar eingeschätzt. 2015 hatte Intel für die Akquise Alteras 16,7 Mrd. US-Dollar hingelegt. Im Herbst hatte man noch angestrebt, diese Kaufsumme mit einem Teilverkauf wieder einzunehmen.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte Intel begonnen, Angebote für einen möglichen Verkauf der FPGA-Tochterfirma Altera einzuholen. Zu den Interessenten zählten neben Investment- und Kapitalgesellschaften wie Silverlake, Bain Capital und Francisco Partners Medienberichten zufolge auch Lattice, ein Marktrivale im Bereich der programmierbaren Logik.

„Wir konzentrieren uns weiterhin auf den Verkauf einer Beteiligung an Altera auf dem Weg zum Börsengang in den kommenden Jahren“, hatte der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Intel-CEO Pat Gelsinger gegenüber Analysten während einer Telefonkonferenz nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen im Oktober erklärt. „Zu diesem Zweck haben wir Gespräche mit potenziellen Investoren aufgenommen, die wir voraussichtlich Anfang 2025 abschließen werden.“

Intel hatte nach einem schlecht verlaufenden Geschäftsjahr im Herbst 2024 Verluste von bis zu 16,7 Mrd. US-Dollar gemeldet. Speziell das erhoffte Auftragsgeschäft in der Fertigung von Halbleitern blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Intel ist daher auf der Suche nach Finanzspritzen – idealerweise durch eine Beteiligung von Kapitalgesellschaften, ohne die volle Kontrolle über Geschäftsbereiche aufzugeben. So hatte das Unternehmen beispielsweise im Juni 2024 Anteile an seiner Fertigungsstätte Fab 34 im irischen Leixlip für 11 Mrd. US-Dollar an die Kapitalgesellschaft Apollo Global Management abgetreten.

Der Druck auf den angeschlagenen Chiphersteller, einst unangefochten der führende und umsatzstärkste Halbleiterhersteller der Welt, bleibt hoch: Erst zu Beginn der Woche machten neue Gerüchte der Runde, dass Broadcom und TSMC die Geschäftsteile Intels unter sich aufteilen könnten. Während Fabless-Halbleiteranbieter Broadcom Interesse an der Entwicklungs- und Marketingsparte Intels zeigt, wäre der weltweit führende Chip-Auftragshersteller TSMC an Intels Foundry-Geschäft interessiert.(sg)

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