23,5 Mio. US-Dollar Startup-Funding FPGA-Server als nachhaltige Alternative für KI-Inferenz

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Das US-Startup Positron hat 23,5 Millionen US-Dollar von Investoren erhalten, darunter Sun-Mitbegründer Scott McNealy, um die Produktion seiner FPGA-basierten Server für KI-Inferenz auszuweiten. Das Unternehmen setzt auf eine energieeffiziente und kostengünstige Alternative zu Nvidia-GPUs und verspricht eine vollständig in den USA gefertigte Lieferkette.

Mit dem Versprechen von bis zu 70% besserer Leistung bei gleichzeitig 66% geringerem Strombedarf bei der Inferenz künstlicher Intelligenz möchte das Startup Positron mit seiner FPGA-basierten Hardware den Markt für künstliche Intelligenz nachhaltiger gestalten.(Bild:  Positron.ai)
Mit dem Versprechen von bis zu 70% besserer Leistung bei gleichzeitig 66% geringerem Strombedarf bei der Inferenz künstlicher Intelligenz möchte das Startup Positron mit seiner FPGA-basierten Hardware den Markt für künstliche Intelligenz nachhaltiger gestalten.
(Bild: Positron.ai)

Positron verwendet in seinen Atlas-Servern Altera Agilex 7 FPGAs, die eine optimierte Architektur für Transformer-Modelle bieten. Im Vergleich zu Nvidia H100/H200 erreicht das System Unternehmensangaben zufolge eine um 70 % schnellere Inferenzleistung bei 66 % geringerem Energieverbrauch (2 kW). Zudem nutzt es eine hochoptimierte Speicherarchitektur mit über 93 % Bandbreitenauslastung, während GPUs meist nur 10–30 % erreichen.

Neben der aktuellen FPGA-Generation plant Positron für 2026 die Einführung eines Multicore-ASICs auf modernster Fertigungstechnologie, um Leistung und Effizienz weiter zu steigern. Dieser Entwicklungsschritt erfordere allerdings weitere Investitionen.

Fokus auf US-Fertigung und strategische Unabhängigkeit

Positron verspricht für seine Entwicklungen eine vollständig US-amerikanische Lieferkette. Die FPGAs werden in Arizona produziert, zukünftige ASICs sollen mit Intel Foundry Services auf einer 1,8-nm-Prozesstechnologie gefertigt werden. Dies soll die Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern reduzieren und Liefergarantie bieten – ein strategisch wichtiger Faktor angesichts der wachsenden globalen Nachfrage nach KI-Beschleunigern.

„Positron beweist, dass leistungsstarke KI-Hardware nicht aus dem Ausland kommen muss“, so Scott McNealy, Mitgebründer von Sun und tragende Kraft hinter dem Investorenkonsortium. Die jüngste Finanzierungsrunde soll das Wachstum beschleunigen und den Markt für nachhaltige, hochperformante KI-Inferenz in Rechenzentren revolutionieren – und aus der Abhängigkeit der derzeit noch vorrangig GPU-basierten Ansätze lösen.(sg)

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