Corporate Health Convention 2013

Gesunde Mitarbeiter bringen die höchste Rendite

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Schon bei den Azubis die Weichen für mehr Gesundheitskompetenz stellen

Doch nicht nur bei den Führungskräften, sondern schon beim Nachwuchs können die Weichen für mehr Gesundheitskompetenz gestellt werden, wie das Best-Practice-Beispiel „Fit für die Zukunft“ der Siemens Professional Education belegt: In ihrer dreijährigen Ausbildung absolvieren die Azubis verschiedene Module zu gesundheitsrelevanten Themen wie Stress, Bewegung, Ernährung, Suchtverhalten und Kommunikation. „Durch diese Schulungen hebt sich unsere Ausbildung von anderen ab“, erklärte der Leiter der Siemens-Berufsausbildung Günther Hohlweg – sehr zum Gefallen der nachrückenden Generation: „Die jungen Leute merken, da wird etwas für mich getan.“

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Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter präventiv erhalten

Von den Jungen zu den Alten: Dr. Götz Richter, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Jacobs University Bremen und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), konzentrierte sich in seinem Keynote-Vortrag auf die Herausforderung der alternden Belegschaften im Zuge des demografischen Wandels. Berufliches Leistungsvermögen gehe im Alter nicht zwangsläufig zurück, sondern differenziere sich stärker aus, verwies Richter auf Forschungsergebnisse aus Skandinavien: Während manche Menschen noch lange topfit seien, bauten andere sichtlich ab. Um ein solches berufliches Voraltern zu verhindern, sei Prävention vonnöten.

Es gebe aber auch individuelle Strategien, um Einschränkungen im Aller sinnvoll zu kompensieren: Der Pianist Arthur Rubinstein etwa hätte noch mit 80 Jahren in Konzerten brilliert, indem er sich auf ein kleineres Repertoire beschränkte, das er häufiger übte. Außerdem wechselte er besonders fordernde, schnelle Stücke mit weniger anspruchsvollen Kompositionen ab.

Diese sogenannte SOK-Strategie (Selektion, Optimierung, Kompensation) könne auch auf andere Tätigkeiten übertragen werden – vorausgesetzt, die Mitarbeiter verfügten über entsprechende Entscheidungsspielräume. Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt sei eine lernförderliche Arbeitsgestaltung. „Routinen zu durchbrechen ist gut, stößt aber häufig auch auf Widerstand“, erklärte Dr. Götz Richter.

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