Corporate Health Convention 2013

Gesunde Mitarbeiter bringen die höchste Rendite

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Mehr Schwierigkeiten bereite die psychische Gefährdungsbeurteilung: Eine systematische Erfassung in diesem Bereich leisteten nur 55 % der Befragten. Klenke stellte verschiedene Verfahren vor, um diese Lücke zu schließen – vom Copenhagen Psychosocial Questionaire (COPSOQ) als „Brockhaus“ unter den Instrumenten bis zum vergleichsweise schlanken und praktikablen Befragungstool „Balance Check“ von TÜV Süd Life Service. „Unternehmen müssen das für sie richtige Instrument finden, betonte der Experte. Derzeit würden quantitative, befragungszentrierte Verfahren am häufigsten angewendet.

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Generell fasst Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zunehmend Fuß in den Unternehmen. „Aus dem Trendthema wird ein nachhaltig verordnetes Thema“, bilanzierte Klenke in der Pressekonferenz zur Herausgabe des Corporate Health Jahrbuchs 2013. Neben den Großunternehmen als Vorreitern engagierten sich immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen in diesem Bereich. Dabei gingen die Betriebe stark über die Führungskräfte, ergänzte EuPD-Geschäftsführer Dr. Oliver Timo Henssler. „Im Bereich Führungskräfteschulungen verzeichnen wir das meiste Wachstum.“

Gesundheit ist – Best Practice im Regierungspräsidium Karlsruhe

Das Regierungspräsidium Karlsruhe geht genau diesen Weg: „Wir setzen den Schwerpunkt auf die Führungskräftequalifikation“, erklärte Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm im Praxisforum. Damit Vorgesetzte ihrer Vorbildfunktion gerecht werden könnten, würden ihnen Gesundheitswissen und Kompetenzen für gesunde Führung vermittelt. „Das sind Pflichtseminare“, betonte die Referentin. Letztendlich sei BGM jedoch die Aufgabe aller: „Unser Ziel sind Mitarbeiter, denen die eigene Gesundheit wichtig ist, und ein motivierendes, befriedigendes Arbeitsumfeld.“

Die Einführung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement lohne sich, sei jedoch kein Selbstläufer. „Man muss beharrlich sein, nachfragen, unbequem sein und selber hingehen“, so Gabriela Mühlstädt-Grimms Fazit. Es sei aufschlussreicher, die Mitarbeiter in einem Gesundheitszirkel zum Reden zu ermuntern als sie in einem Befragungsbogen Kreuzchen setzen zu lassen, ergänzte die Expertin. „In Mitarbeiterbefragungen erscheint die Zufriedenheit oft höher als sie tatsächlich ist.“

Auch die Evangelische Johannesstift Behindertenhilfe, inzwischen mehrfach für ihr systematisches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet, setzt den Hebel bei der Schulung der Führungskräfte an. „Wir haben die Führungskultur verändert und schauen jetzt durch die Gesundheitsbrille auf den gesamten Arbeitsalltag!“, erklärte die Prozess-Begleiterin Irene Preußner-Moritz, Geschäftsführerin von SMEO Consult.

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