ESE Kongress 2025: Programm online Software Engineering zwischen Datenmacht, Reizflut und Seeräuber-Leadership

Von Sebastian Gerstl 3 min Lesedauer

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Information ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts – doch wie gewinnt man aus aus Daten echte Produktivität? Der ESE Kongress 2025 geht dieser Frage auf den Grund. Das volle Programm mit über 100 Beiträgen, Keynotes und Seminaren ist jetzt online unter www.ese-kongress.de.

Über 100 Beiträge, Keynotes und Seminare, ein starker Ausstellerbereich und eine kostenlose Preconference – das volle Programm für Embedded-Software-Profis ist ab sofort online unter www.ese-kongress.de verfügbar.(Bild:  Nicolas Det, VCG)
Über 100 Beiträge, Keynotes und Seminare, ein starker Ausstellerbereich und eine kostenlose Preconference – das volle Programm für Embedded-Software-Profis ist ab sofort online unter www.ese-kongress.de verfügbar.
(Bild: Nicolas Det, VCG)

Im Zeitalter exponentiell wachsender Datenmengen verschiebt sich die zentrale Frage technischer Systeme: Nicht mehr nur wie entwickelt wird, sondern was aus Information gemacht werden kann, entscheidet über Zukunftsfähigkeit. Der ESE Kongress 2025, der vom 1. bis 5. Dezember in der Stadthalle Sindelfingen stattfindet, widmet sich genau diesen Themen – praxisnah, tiefgründig und branchenübergreifend.

Mit über 100 Beiträgen – darunter Keynotes, Fachvorträge und Kompaktseminare – gibt das Kongressprogramm Einblick in aktuelle und kommende Herausforderungen des Embedded Software Engineerings. Vom produktiven Umgang mit Information über digitale Resilienz bis hin zu sicherheitskritischen Systemen reicht das inhaltliche Spektrum.

Keynotes: Informationsmacht, Gehirn-Boost und Seeräuberstrategien

Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf der Frage, wie sich Information als Rohstoff gezielt nutzen lässt. Die Keynote „Vom Datenmeer zur Datenmacht“ von Andreas Willert (SodiusWillert) spannt den Bogen vom historischen Beispiel der Mercator-Projektion bis zur modernen Informationsarchitektur mit Wissensgraphen. Anhand der Analyse der Panama Papers wird gezeigt, wie sich aus Millionen von Datensätzen tragfähige Wissensmodelle generieren lassen – vernetzt, kontextualisiert und nachvollziehbar. Der Vortrag liefert nicht nur Theorie, sondern ein direkt anwendbares Werkzeug: Mit dem Open-Source-Tool Logseq lassen sich die Prinzipien vernetzter Informationsräume ohne Vorkenntnisse in der Praxis erproben – vom individuellen Wissensmanagement bis hin zum digitalen Zwilling komplexer Systeme.

Auch mentale Belastung durch digitale Dauerpräsenz ist Thema: In „Gehirn unter Strom“ spricht Prof. Dr. Volker Busch über die Folgen ständiger Ablenkung und Informationsflut im Arbeitsalltag. Der Experte für Psychiatrie und Psychologie erforscht an der Universität Regensburg die psychophysiologischen Zusammenhänge von Belastungen, Schmerz und Emotionen. In seiner Keynote zeichnet der Forscher zwischen Stress, ADHS-ähnlichem Verhalten und sinkender Konzentration Wege auf, wie sich Aufmerksamkeit zurückgewinnen lässt – und warum Pausen keine Zeitverschwendung, sondern ein Boost für Konzentration und Kreativität sind.

Mit einem augenzwinkernden, aber inhaltlich tiefen Blick auf Agilität, Teamführung und Entscheidungsdynamik sorgt die Keynote „Die Piratenstrategie“ von Stefanie Voss für frischen Wind: Was Unternehmen heute unter flachen Hierarchien, Mitbestimmung oder gelebter Verantwortung verstehen, war auf Piratenschiffen bereits Standard. In ihrem Vortrag verknüpft die Expertin für Karriere, Diversity und Wagemut Seefahrtsgeschichte, Leadership-Strategien und persönliche Erfahrung – und zeigt, warum „führen wie ein Pirat – aber mit Stil“ mehr ist als nur ein netter Spruch.

Weitere Programm-Highlights

Auch auf technischer Ebene überzeugt das diesjährige Programm mit Tiefe und Aktualität:

„Expedition SysML 2.0“ mit Stephan Roth (oose) geht über die bekannten Features der neuen Modellierungssprache hinaus und beleuchtet unter anderem die Integration von Feature-based Product-Line Engineering sowie den Einsatz standardisierter APIs in Modell-Repositories. „Security Design Principles" von Jürgen Messerer ((bbv) vermittelt strukturiertes Wissen für den Aufbau sicherer Systeme und macht sichtbar, wo Zielkonflikte mit Usability oder Time-to-Market entstehen.

Die Keynotes, Vorträge und Seminare des ESE Kongress 2025 behandeln Jahr für Jahr die wichtigsten Trends und Technologen in der Embedded-Software-Entwickung.(Bild:  Nicolas Det, VCG)
Die Keynotes, Vorträge und Seminare des ESE Kongress 2025 behandeln Jahr für Jahr die wichtigsten Trends und Technologen in der Embedded-Software-Entwickung.
(Bild: Nicolas Det, VCG)

„Software-Erosion und -Analytics“ von Prof. Dr. Rainer Koschke (Universität Bremen) legt offen, wie sich schleichender Qualitätsverlust in Softwareprojekten frühzeitig erkennen lässt – und welche Datenkombinationen valide Prognosen ermöglichen. Im Kompaktseminar „Tracing“ erklärt Marcus Gößler (Microconsult), wie software- und hardwaregestütztes Tracing als Werkzeug im Debugging und zur Qualitätsmessung eingesetzt werden kann – inklusive Konfigurationsansätzen und Anwendungsgrenzen.

Daniel Penning (embeff) bietet mit seinem Workshop zum entwicklungsbegleitenden Testen in Mikrocontroller-Projekten einen praxisorientierten Einstieg in Unit Tests, Integration und Systemtests – speziell zugeschnitten auf Embedded-Anwendungen mit Fokus auf reale Projektbedingungen. Und Dr. Carsten Emde widmet sich in „Bei Absturz Blackbox“ der Frage, wie sich Absturzursachen im Embedded-Bereich zuverlässig dokumentieren lassen – selbst wenn wesentliche Betriebssystemfunktionen bereits ausgefallen sind. Die vorgestellten Strategien für Fehlererkennung, Datensicherung und Analyse reichen vom Labor bis zum autonomen Betrieb im Feld.

Darüber hinaus hat der ESE Kongress 2025 noch folgende Schmankerl zu bieten:

  • Bereits am Freitag, dem 28. November, eröffnet die kostenlose digitale Preconference den Kongress – ideal, um erste Impulse zu sammeln, bevor das Präsenzprogramm startet.
  • Rund 50 Aussteller präsentieren parallel zum Vortragsprogramm neue Werkzeuge, Plattformen und Methoden – ein lohnender Anlaufpunkt für alle, die Technologien anfassen und vergleichen möchten.
  • Natürlich kommt auch das persönliche Networking nicht zu kurz: Ob beim Fachsimpeln zwischen Sessions oder beim entspannten Austausch am Abend – der ESE-Kongress bleibt eine der wichtigsten Plattformen für den Know-how-Transfer im Embedded-Bereich.

Das vollständige Programm ist jetzt auf www.ese-kongress.de online abrufbar – inklusive Sessions, Referenten, Uhrzeiten und Seminarplätzen. Ob Sie nun Grundlagen erwerben, Fachwissen austauschen und vertiefen, die Trends von Morgen heute schon kennenlernen oder nur Kontakte schmieden und Netzwerken möchten – für all dies und mehr bietet der ESE Kongress wie gewohnt die ideale Plattform. (sg)

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