Kostenfaktor Energie

Geld sparen in der Produktion

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Stromversorgungen mit 93 Prozent Wirkungsgrad

Bild 4: Neben der Zuverlässigkeit wird die Energieeffizienz bei der Kaufentscheidung immer wichtiger – insbesondere bei Netzteilen (Archiv: Vogel Business Media)

Ein gutes Beispiel ist hier die Gerätetechnik, die mit Energie effizient umgeht und so zur Erhöhung des Gesamtwirkungsgrads beiträgt. Die Stromversorgungen werden nach Energieeffizienz-Gesichtspunkten entwickelt (Bild 4). So haben in der Gebäudeautomation Stromversorgungen geringe Volllastzeiten – hier kommt es neben dem Wirkungsgrad auf geringe Leerlaufverluste an. Die Stromversorgungs-Familie „Step Power“ ist für diesen Bereich ausgelegt. Mit einem Wirkungsgrad bis zu 89% bei 230 V AC Eingangsspannung und bei Nennlast verursacht die „Step Power“ eine geringe Verlustleistung. Im Leerlauf reduziert sich der Wert auf 0,4 W.

Im industriellen Umfeld, wo die Stromversorgungen 24 Stunden am Tag arbeiten, zählt primär der Wirkungsgrad. Die Netzteile aus der Familie „Quint Power“ wurden für den Anlagen- und Sondermaschinenbau entwickelt und hinsichtlich ihres Wirkungsgrads optimiert. Ein dreiphasiges Netzteil aus dieser Produktfamilie liefert mit 10 A Nennstrom nur 19 W Verlustleistung. Der Wirkungsgrad bei Nennlast liegt über 93%.

90 Prozent weniger Energie durch UV-LED-Technik beim Drucken von Markierungen

Bild 5: Beim Markierungsdrucker „Bluemark LED“ reduziert sich der Stromverbrauch durch den Einsatz von UV-LED-Technik auf rund 65 W (Archiv: Vogel Business Media)

Ein anderes Beispiel für energieeffiziente Produkte ist der Markierungsdrucker „Bluemark LED“ für die schnelle und einfache Beschriftung von Kunststoffschildern zur Klemmen-, Leiter- und Gerätemarkierung (Bild 5). Die moderne UV-Technik ist für Reinräume geeignet und macht den Bluemark zum Highspeed-Drucker: bis zu 10.000 Schilder pro Stunde, ohne Emissionen von Lösungsmitteln.

Durch den Einsatz leistungsfähiger, langlebiger und sparsamer UV-LED-Technik ließ sich der Energieverbrauch des Druckers auf etwa 65 W reduzieren – das sind rund 80% weniger als bei der Vorgängerversion des Druckers, die noch eine Leistungsaufnahme von 330 W hatte. Gründe für die hohe Energieeinsparung sind die eingesetzte Halbleiter-Technologie sowie der getaktete Betrieb.

Die LEDs sind nur so lange eingeschaltet, wie es für den Aushärtungsprozess des Beschriftungsfluids erforderlich ist. Als Kaltstrahler liefern LEDs sofort die nötige Lichtintensität und sind dadurch sofort druckbereit. Weil bei der Vorgängerversion die eingesetzte Lampe eine Aufwärmphase benötigte, um das UV-Licht in der notwendigen Intensität abzustrahlen, war ein getakteter Betrieb nicht möglich.

LEDs erzeugen wenig Verlustwärme – daher werden keine Lüfter zur Kühlung der UV-Einheit mehr benötigt. Vorher wurde entstandene Verlustwärme durch Lüfter aus dem Gerät transportiert. Durch kleinere Anpassungen am Gerät kann beim Drucker vollständig auf Lüfter verzichtet werden.

Zahlreiche Möglichkeiten zur Energieeinsparung

Energieeffizienz ist ein Hauptfaktor für die Zukunftsfähigkeit industrieller Produktion. Das höchste Einsparpotenzial bieten zwar Antriebe, aber es gibt zahlreiche weitere Hebel zum effizienten Umgang mit Energie. Energieeffiziente Produktion erhöht die Wirtschaftlichkeit, und energieeffiziente Produkte ermöglichen dies auch dem Endkunden. Wer beides ernst nimmt, wird zahlreiche Synergien zwischen diesen Aspekten entdecken.

*Berni Lörwald ist zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Phoenix Contact.

(ID:290775)