Kostenfaktor Energie

Geld sparen in der Produktion

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Im neuen „Innovation Center Electronics“ am Standort Bad Pyrmont wurde durch die integrale Planung der Gebäude ein optimales Nutzungs- und Energiekonzept umgesetzt. Einzelraum- und Zonenregelung erfolgen mittels Kompaktsteuerungen aus der eigenen Produktion, und die dezentralen Stationen sind über Industrial Ethernet verbunden. Verbrauchszähler für Wasser, Wärme oder elektrische Energie sind via Standardschnittstellen in das Gebäudeautomationssystem eingebunden. Industrial Ethernet und offene Schnittstellen ermöglichen dabei den netzwerkweiten transparenten Zugriff auf die Datenpunkte.

Bild 3: Frei platzierbare Funktaster ermöglichen eine individuelle Lichtsteuerung für jeden Arbeitsplatz (Archiv: Vogel Business Media)

Zur Bedienung von Beleuchtung und Jalousien entschied sich die Betriebstechnik für frei platzierbare, batterielose Funk-Taster (Bild 3), die einen sensiblen Umgang mit Energie unterstützen. Viele Maßnahmen führen nachweislich zu Einspareffekten. Zum Beispiel die freie Kühlung auf dem Dach des Gebäudes. Weil im Winter keine Kältemaschinen zur Erzeugung von Kaltwasser benötigt werden, lassen sich pro Tag 340 kWh einsparen.

Um sämtliche Energie-Einsparmaßnahmen zu dokumentieren, wurde ein Energie-Monitoring in das Gebäudeleitsystem integriert. Dieses ergab zum Beispiel, dass am Standort Bad Pyrmont im Januar 2009 10% weniger Strom verbraucht wurde als im Januar 2008.

Spareffekte in der Produktion

Auch in der Produktion müssen Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Produktivität der Anlagen immer stärker mit dem Anspruch der Unternehmen nach mehr Energieeffizienz in Einklang stehen - Digitalisierung, Automatisierung und zukunftsorientierte Antriebssysteme leisten hier ihren Beitrag. So können Motorschalter, Frequenzumrichter oder Servo-Antriebssysteme genau in der Leistungsklasse und in der Funktionalität eingesetzt werden, die in der Applikation am sinnvollsten sind, anstatt beispielsweise durch Überdimensionierung unnötig Energie zu verbrauchen.

Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit der Produktion sind leistungsfähige Kommunikationssysteme, die Funktionseinheiten miteinander sowie mit einer überlagerten Steuerung verbinden. Unter dem Motto IT-powered Automation nutzen Lösungen von Phoenix Contact gängige IT-Standards wie TCP/IP, FTP, HTTP, Bluetooth oder WLAN. Auf dieser Basis lassen sich Produktionsanlagen nach Energieffizienz-Gesichtspunkten betreiben und optimieren.

Erfahrungsaustausch zwischen „Endanwender“ und „Entwickler“

Weitere Ansatzpunkte für Energieeinsparungen in der Produktion liegen in der

  • Vermeidung von Leerlauf und Stillstandzeiten
  • Optimierung von An- und Abfahrzyklen
  • Abstimmung von Taktzeiten, Materialpuffer und Leistungsbezug einzelner Stationen sowie der Gesamtanlage
  • Synchronisierung von Zykluszeiten paralleler Prozesse zur Vermeidung von Lastspitzen beim Strom-, Druckluft-, Wärme- oder Kältebezug
  • Anlagen- bzw. stationsgeführte Unterbrechung der Zufuhr von Energieträgern wie Druckluft oder Wärme in den produktionsfreien Zeiten

Bei der Umsetzung dieser und weiterer Maßnahmen nutzt Phoenix Contact zahlreiche eigene Komponenten. So entsteht ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch zwischen „Endanwender“ und „Entwickler“. Innovationen - gerade in puncto Energieeffizienz - fließen so direkt in die Entwicklung neuer Produkte ein.

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