Kostenfaktor Energie Geld sparen in der Produktion
Wie lässt sich Energie in produzierenden Unternehmen einsparen? Gerade in der Produktion ist das Potenzial dafür enorm hoch. Am Beispiel der Firma Phoenix Contact demonstriert dieser Beitrag konkrete Maßnahmen zum effizienten Umgang mit Energie und zeigt Möglichkeiten auf, wie sich dabei gleichzeitig Kosten einsparen lassen.
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Für ein Unternehmen mit weltweiter Produktion und hoher Fertigungstiefe ist der effiziente Einsatz von Energie schon lange ein Thema. Durch Betriebstechnik und Gebäudeautomation wird die Nutzung der Energieträger immer weiter optimiert. Aber auch bei der Produktentwicklung gewinnt Energieeffizienz stetig an Bedeutung (Bild 1).
Erdwärme klimatisiert die Büros

Technische Innovationen zur Steigerung der Energieeffizienz sind ein wichtiges Instrument, um die Wirtschaftlichkeit der Produktion zu erhöhen. Bei Phoenix Contact werden zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung des Energieeinsatzes umgesetzt: drehzahlgeregelte Pumpen, Wärmerückgewinnung bei Be- und Entlüftungsanlagen, energieeffiziente Beleuchtungskonzepte in den Büro- und Produktionsbereichen.

Ein aktuelles Beispiel ist die Nutzung von Erdwärme als kostenfreier Energieträger für die Klimatisierung von Büroflächen im Logistikzentrum am Firmensitz in Blomberg (Bild 2). Erdsondenfeld und Wärmepumpe liefern insgesamt eine Heiz- oder Kühlleistung von ungefähr 100 kW. 2008 wurden so durch Wärmerückgewinnung bei der Druckluft- und Kaltwassererzeugung etwa 300 t CO2 weniger ausgestoßen. Durch Wärmerückgewinnung, Abwärme- und Erdwärmenutzung werden rund 700.000 l Heizöl pro Jahr eingespart. Auch beim Strom lassen sich die Einspareffekte in Blomberg beziffern:
- energieeffiziente Kältemaschinen mit hoher Leistungsziffer: 600.000 kWh/a
- Drehzahlregelung von Ventilatoren für die Be- und Entlüftung: 600.000 kWh/a
- elektronische Vorschaltgeräte (EVG) bei der Beleuchtung: 500.000 kWh/a
- „freie Kühlung“ bei der Kaltwassererzeugung: 460.000 kWh/a
- Drehzahlregelung der Heizungs- und Kaltwasserpumpen: 450.000 kWh/a
- Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums: 340.000 kWh/a
- Wärmerück- und Kältegewinnung aus dem Erdsondenfeld: 210.000 kWh/a
Durch konsequente Wärmerückgewinnung für die Be- und Entlüftung sowie Klimatisierung reduziert sich der Energieeinsatz für Wärme und Kälte um etwa 65%.
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