Cybersecurity

Fünf Wege, wie das FBI das San-Bernadino-iPhone knacken konnte

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Das Betriebssystem überlisten

Das iPhone 5C basiert auf dem A6-SoC. In ihm arbeiten Prozessoren und RAM-Speicher zusammen, um eine bessere Leistung und höhere Geschwindigkeiten als vorhergehende Modelle zu erreichen. Um die Pin-Eingaben zu überwachen, muss das System-on-Chip auch mit einem externen, nicht-volatilen RAM-Speicher kommunizieren, etwa einem Flashbaustein.

Diese Kommunikation könnte ein weiteres potentielles Einfallstor schaffen: Ein Hacker könnte die Passworteingabe überlisten, indem er die Befehlskette zwischen A6-Chip und NV-RAM kapert. Nach Auffassung von Ran Canetti, Leiter des Check Point Institute of Information Security der Universität von Tel Aviv, wäre dies möglich, indem man etwa die physische Verbindung anzapft, über welche die Instruktionen für den Passwort-Abruf zwischen den beiden Bausteinen ablaufen.

Wenigstens in der Theorie könnte diese Befehlskette so in ein externes Gerät umgeleitet werden. Die Zahl der möglichen falschen Eingaben kann so nach jeder falschen Eingabe zurückgesetzt werden, so dass das System solange falsche Eingaben akzeptiert, bis irgendwann einmal die richtige gefunden wurde - ähnlich wie im bereits genannten Exploit-Szenario.

Eine solche „Brute-Force“-Methode ist nicht sonderlich elegant, aber bei einem iPhone, dass in der Regel nur vierstellige PIN-Nummern als Zugangscode nutzt, durchaus in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen umsetzbar: Mit einer entsprechenden Software könnte jeder der 10.000 möglichen PIN-Nummern in nur wenigen Minuten durchprobiert werden.

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