Hartmann Codier Fit machen für den Aufschwung
Mit einer hohen Eigenkapitalquote im Rücken konzentriert sich Schalter- und Steckverbinderspezialist Hartmann Codier auf den Ausbau seiner Exportmärkte und seines Produktportfolios. Das sind zwei wichtige Bereiche, mit denen man sich für die Zeiten des neuen Aufschwungs fit machen will.
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„Als Hersteller von Schaltern und Steckverbindern für Leiterplatten spüren wir bei Hartmann Codier natürlich auch die Auswirkungen der aktuellen Krise, insbesondere im Auftragseingang von unseren Kunden im Maschinen- und Anlagenbau“, erklärt Peter Scherer, Geschäftsführer bei Hartmann Codier. Doch als Unternehmen der Phoenix Mecano AG, die mit 60% Eigenkapitalquote sehr gut vor potenziellen Kreditschwierigkeiten geschützt ist, und die strategische Bedeutung des Bereiches elektromechanische Komponenten im Konzern betont, könne man konkrete Maßnahmen ergreifen, um sich fit zu machen für die Zeit des neuen Aufschwungs.
Wachstumsfelder Exportmärkte und Produktportfolio
Um die Anbieterposition mittelfristig zu stärken, arbeitet der Schalterhersteller aus Baiersdorf an zwei Wachstumsfeldern: Exportmärkte und Produktportfolio. In diesen Bereichen wurden zwei Experten eingestellt. Der Leiter Vertrieb und Marketing, Siegfried Stahl (Bild), bringt eine große internationale Vertriebserfahrung und Expertise im Bereich Portfolio- und Produktmanagement mit. Sebastian Bolte, der den Kunststoff und Werkzeugbau verantwortet, ist Spezialist im Bereich Kunststoff und Kautschuk.
Exportmärkte besser erschließen
Als deutscher Marktführer im Segment Drehcodierschalter plant das Unternehmen, auch in ausgewählten strategischen Exportmärkten eine führende Position zu erringen. Derzeit erarbeitet man einen Maßnahmenplan, um z.B. in China, das trotz Krise immer noch im Wachstumsmode ist, das Verkaufsvolumen zu verdoppeln.
Da die Nähe zum Kunden ein wesentliches Entscheidungsmerkmal für den Einsatz von komplexen elektro-mechanischen Schaltern ist, will man eine konzerneigene Einkaufsorganisation in China und eine lokale Fertigung in Shanghai einrichten. Darüber hinaus soll mit Vertriebsingenieuren in allen wesentlichen Industriezentren Chinas die Kundennähe genutzt werden, um Marktanteile zu gewinnen.
Erweiterung des Produktportfolios
Bei der Ausweitung des Portfolios konzentriert man sich auf zwei Punkte: die Einführung von Dienstleistungen und die gezielte Verbreiterung der Verkaufspalette für Schalter.
Aufgrund der hohen Fertigungstiefe kann das Unternehmen seine Expertise im Schalterbau auch in anderen Bereichen nutzen. So haben die Schalterspezialisten aus Baiersdorf viel Erfahrung im Kunststoffspritzguss von kleinen, diffizilen, technischen Teilen. Dieses Knowhow im Kunststoffspritzguss und Werkzeugbau soll als Dienstleistung „Kunststoffspritzguss“ ein weiteres Standbein im Produktprogramm werden.
Durch ein aktives Produktmanagement will man auch das Schalter-Portfolio erweitern. Das betrifft einerseits Eigenentwicklungen, andererseits prüft Hartmann Codier, ob eine Portfolioerweiterung auch durch die Übernahme von Produkten von anderen Herstellern durchgeführt werden kann. Dies schließe auch die Übernahme von Unternehmensbereichen oder ganzer Unternehmen ein.
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