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Die Leuchtturmprojekte 2015: Kategorie Produktinnovation
In der Kategorie Produktinnovation bekamen die höchste Punktzahl der Jury die Projekte der Firma elektron Systeme und Komponenten aus Weißenohe in Oberfranken, TQ Systems aus Seefeld bei München und der BMK Group aus Augsburg, die als Gruppensieger aus dem Wettbewerb hervorging.
TQ-Systems hat ein neuartiges mechatronisches Antriebssystem mit harmonischem Pinring-Getriebe für ein hohes Drehmoment entwickelt. Das Pin-Antriebssystem ist ein komplett integrierter Antrieb mit Ansteuerungselektronik auf kleinem Bauraum, Pinring-Getriebe, sensorlosem Antriebssystem inklusive Gehäuse, Drehmomentsensor, Freiläufe sowie einem Motor mit hoher Leistungsdichte. Das Getriebe wird als serienreifes Subsystem als Baustein angeboten. Einsatzgebiete sind E-Bikes, Elektroboote, Cargo-Anwendungen und die Industrie.
Eine Weltneuheit, die in Teilen eine patentierte Technik nutzt, ist der automatische Bauteilzähler OC-SCAN CCX der Firma elektron Systeme und Komponenten. Der Rötgenscanner zählt Bauelemente im Gebinde. Über ein ZIM-Förderprojekt wurde die Eigenentwicklung mit dem Technologiepartner Fraunhofer EZRT gefördert. Der Bauteilezähler ist nicht nur im eigenen Haus in Betrieb. Das Gerät feiert als Eigenprodukt Markterfolge und für die Vermarktung wurde ein eigenes Vertriebsunternehmen gegründet.
Empfehlungen für ressourceneffiziente Produktion
Nachhaltige Ressourcenstrategie lautet das Projekt im Hause BMK. Hierbei werden kritische Rohstoffe identifiziert und Handlungsempfehlungen für eine ressourceneffiziente Produktion abgeleitet. Grundlage ist ein Leitfaden, erarbeitet vom Resource Lab der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit BMK und anderen Unternehmen und unterstützt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Anhand des Leitfadens lässt sich die aktuelle Produktionssituation hinsichtlich der Rohstoffabhängigkeit und kritischer Rohstoffe analysieren und Maßnahmen ableiten.
Ein bekanntes Beispiel sind die zurzeit weltweit begrenzten Vorräte der Technologiemetalle seltene Erden. Solche Abhängigkeiten werden im üblichen Produktdesign bisher nicht berücksichtigt. D.h. eine Analyse, welche Inhaltsstoffe in den Produktkomponenten enthalten sind, wie einerseits deren Beschaffungsrisiken und andererseits deren Umweltbelastung einzuschätzen sind und welche Alternativen bestehen, findet nicht statt. BMK habe sich, so der Wissenstand der Jury, erstmalig diesem Thema gewidmet.
Die Meinung der Jury: „Ein solcher Ansatz hat interne wie kundenseitige Aspekte. Es senkt eigene Verfügbarkeits- und Kostenrisiken in der Beschaffung und bietet eine im Wortsinne einzigartige Beratungsleistung. Es weist über eine rein operative Prozess- und Kostenoptimierung hinaus und ist ein Beispiel für unternehmerisches Denken in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung.“
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