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Die Leuchtturmprojekte 2015: Kategorie Firmenkultur
Die drei besten Projekte in der Kategorie Firmenkultur zeigten die Berliner Unternehmen alpha-board und CONTAG AG sowie die Firma Hannusch Industrieelektronik aus Laichingen auf der schwäbischen Alb, die sich im Fotofinish den Gruppensieg holte.
Future Friday heißt das Projekt von alpha-board. Die Idee: die Mitarbeiter werden aktiv in die Gestaltung der Zukunft des Unternehmens einbezogen und haben die Möglichkeit, neue Dinge selbstbestimmt zu lernen, die ihnen für ihre Arbeit wichtig erscheinen. Die Freitage werden im 14-tägigen Wechsel genutzt für gemeinsame Workshops, die eigene Weiterbildung oder bevorzugt zum Abbau von Überstunden. In den Workshops erarbeiten die Mitarbeiter, wie das Unternehmen, die Abläufe und Zusammenarbeit verbessert werden können, um diese schrittweise umzusetzen.
Mit dem strategischen Projekt CONvita fördert CONTAG die Gesundheit, Ausgeglichenheit und Gemeinschaft seiner Mitarbeiter. Die Gesundheitsförderung stützt einerseits auf sportlicher Aktivität, andererseits auf gesunder Ernährung sowie auf Entspannungsmöglichkeiten. Der Gemeinschaftsgedanke wird mittels Grillfesten, Sport Events mit Beachvolleyball und Tischtennis oder gemeinsamen Ausflügen mit der ganzen Familie gepflegt. Flexible Arbeitszeitmodelle, ein Eltern- Kind Arbeitszimmer, fördern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Standardisierte Ausbildung von Lötfachkräften
Leuchtturmcharakter hat das Engagement von Hannusch Industrieelektronik gegen den Fachkräftemangel. „Das proaktive Vorgehen ist gelebte Firmenkultur im Hause Hannusch“, so die Jury. Die Firma begeistert Schüler für Elektronikberufe, indem man schon Kinder und deren Lehrer in der Grundschule an die Elektronik heranführt und konsequent mit Praktika für ältere Schüler fortsetzt. Außerdem bildet Hannusch verstärkt Frauen ohne Berufsausbildung und fremden Berufen zu Fachkräften für die Elektronikfertigung aus.
Nachdem Versuche einen Lehrgang im Rahmen der Berufsbildung aufzubauen, an der Bürokratie scheiterten, nahm Hannusch das Heft selbst in die Hand. Mit den Partnerfirmen Kurtz Ersa, Zollner Elektronik und Rafi gründete man den Ausbildungsverbund Löttechnik Elektronik kurz: AVLE. AVLE hat für die Anforderungen in der Elektronikproduktion standardisierte modular aufgebaute Lötschulungen entwickelt, die allen interessierten Unternehmen offen stehen.
In der Ausbildung lernen die Teilnehmer alle erforderlichen Fähigkeiten und müssen eine Prüfung absolvieren. Die erreichte Qualifikation zur Lötfachkraft wird in einem Lötführerschein bescheinigt. Der Lötführerschein ist nicht nur ein Ausbildungsnachweis für den Teilnehmer. Unternehmer und Arbeitgeber wissen, für welche Tätigkeiten der Mitarbeiter oder ein Bewerber qualifiziert ist.
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