Aufgrund des stetig steigenden Wettbewerbsdrucks suchen Unternehmen nach Merkmalen, durch die sich ihre Maschinen und Anlagen von den Lösungen der Marktbegleiter abheben. In diesem Zusammenhang dient die Bedieneinheit oftmals als formschönes Design-Element oder auch Visitenkarte der Anlage. Hier bietet sich die Anschlusstechnik über den KVM Extender gegenüber der Nutzung eines Panel-PCs an.
Handelt es sich beim Design-Element (also der Bedieneinheit) nur um ein Touch-Display, kann diese Lösung die nächsten Jahre zeitgemäß sein. Im Gegensatz dazu ändern sich die Anforderungen an den Industrie-PC schnell, zum Beispiel hinsichtlich der Prozessorleistung, des Speicherausbaus oder von optionalen Einsteckkarten.
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Durch die Trennung von Display und Industrie-PC können Maschinen- und Anlagenbauer die Bedieneinheit einerseits für längere Zeit unverändert einsetzen und andererseits im Schaltschrank eine bedarfsgerecht skalierbare Industrie-PC-Lösung verwenden.
Wird der KVM Extender genutzt, nimmt der Installationsaufwand ebenfalls merklich ab. Es müssen beispielsweise keine wenig biegsame DVI-Kabel mehr mit viel Fingerspitzengefühl und großem Zeitaufwand durch schmale Tragarmsysteme gezogen werden. Ein einfaches und flexibles Standard-Ethernet-Kabel reicht aus.
Auslegung für raue Umgebungsbedingungen
Neben den üblichen Einsatzorten wie Verpackungsmaschinen, die bereits abgesetzte Bedienlösungen erfolgreich nutzen, setzt sich die Trennung von Bedien- von der Recheneinheit auch in weiteren Industriebranchen weiter durch. Etwa an Kränen oder anderen Hebemaschinen müssen vermehrt größere Entfernungen überbrückt werden. In diesem Umfeld sind die Industrie-PCs mit der Herausforderung konfrontiert, dass die Maschinen häufig im Außenbereich Verwendung finden, weshalb die IPCs erhöhte Anforderungen an die Betriebstemperatur zu erfüllen haben. Diese Rahmenbedingungen wurden bei der Extender-Entwicklung berücksichtigt, sodass der KVM Extender über einen Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 50 °C im Außenbereichen einsetzbar sind.
Touch Display mit zusätzlicher Gestensteuerung
Eine geeignete und interessante Bedienlösung für raue Industrieumgebungen sind nutzerfreundliche Touch-Displays, die Phoenix Contact ergänzend zum Extender als Monitore mit Multitouch-Technologie offeriert. Es gibt sie mit den Bildschirmdiagonalen 39,6 cm (15,6 Zoll), 47 cm (18,5 Zoll) und 54,6 cm (21,5 Zoll). Der projektiv-kapazitive Zehnpunkt-Touchscreen ermöglicht den Einsatz von Bedienkonzepten, die auf einer Gestensteuerung basieren. Neben der kratzfesten Glasoberfläche entsprechen alle Monitore frontseitig der Schutzart IP65. Ferner hat Phoenix Contact großen Wert auf das mechanische Design gelegt. Die ebene Oberfläche der Front hat einen 9 mm schmalen Rand, weswegen sich die Displays gut in ein Maschinengehäuse oder eine Anzeigetafel integrieren lassen (Bild 3).
Verschiedene Befestigungsbausätze und eine Halterung nach dem VESA-100-Standard vereinfachen die Montage. Das robuste Gehäuse mit geringer Einbautiefe ist aus Metall und die Frontseite aus Aluminium gefertigt. Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist energiesparend, langlebig und sogar bei Verwendung in einem hellen Arbeitsumfeld leuchtstark. Widescreen-Displays erlauben eine übersichtliche Gestaltung der Anzeige- und Bedienoberfläche. Darüber hinaus bieten sie eine hohe Auflösung und gute Ablesbarkeit aus sämtlichen Richtungen. Die Display-Einstellungen können über ein rückseitig angebrachtes OSD-Keypad angepasst werden. Da die Monitore jeweils eine VGA-, DVI-I- und DisplayPort-Schnittstelle umfassen, lassen sie sich selbst in vorhandene Anlagen einfach integrieren.
Fazit: Im Bereich der Rechnereinheit steigt die Forderung nach leistungsfähigen und kompakten Lösungen. Mit der neuen Produktfamilie Basicline entwickelte Phoenix Contact auch Box-PCs, die mit Intel-Prozessoren der siebten Generation ausgestattet sind. Alle Modelle der Box-PCs gibt es mit M2.SSDs (Solid State Drives) in unterschiedlichen Größen. Die Auswahl zwischen drei verschiedenen Leistungsmodellen ermöglicht ihre Nutzung in zahlreichen Automatisierungs-, Prozessvisualisierungs- und Steuerungsapplikationen. Werden diese Geräte mit dem KVM Extender als Bindeglied zwischen Rechner- und Display-Einheit kombiniert, dann hat der Anwender weitere Möglichkeiten, um seine gestiegenen Anforderungen flexibel zu erfüllen.
Stand: 08.12.2025
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* MBM Michael Ahlbrecht arbeitet im Produktmarketing IPC bei Phoenix Contact Electronics, Bad Pyrmont.