Der hier skizzierte KVM Extender überträgt verlustfrei die Signale von u.a. Tastatur, Video und Maus über Entfernungen bis zu 90 m zwischen IPC und Display. Er unterstützt Full-HD- und USB-2.0-Signale.
Bild 1: In der Anwendung weitläufiger Bedienlösungen funktioniert der KVM-Extender unabhängig vom eingesetzen Rechnerbetriebssystem.
(Bild: Phoenix Contact)
In gleichem Maße wie der Einsatz automatisierter Fertigungskomponenten in der industriellen Produktion zunimmt, steigt die Bedeutung des gezielten und sicheren Bedienens und Visualisierens der Prozesse. Die notwendige und entscheidende Intelligenz liefert dazu Software, ausgeführt auf dem leistungsstarken Industrie-PC.
Das Angebot an geeigneten Rechnersystemen ist beinahe unüberschaubar; für jede Aufgabe gibt es die passende IPC-Lösung. Allerdings muss der Industrie-PC oftmals in relativ großem Abstand zu seinem Display montiert werden. Das stellt erhöhte Anforderungen an die eingesetzte Hardware (Bild 1).
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Wird die Bedieneinheit direkt an der Maschine montiert, müssen sich die Anzeige- und Bedienelemente flexibel anordnen lassen und für die rauen Umgebungsbedingungen ausgelegt sein. Zudem darf die Hardware nur wenig Platz beanspruchen und muss zuverlässig funktionieren. Um die Bedienung einfach und den Schulungsaufwand gering zu halten, ist eine anlageneinheitliche Visualisierung gefordert.
Ein häufiger Grund für die Trennung von Rechner und Bedieneinheit ist, dass der Industrie-PC geschützt im klimatisierten Schaltschrank untergebracht sein muss, der sich je nach Hallenauslegung auch weit vom Installationsort befindet, an dem der Maschinenbediener das Display im Blick haben will. Mitunter ist für die Installation des IPC einfach nicht genügend Platz vorhanden. Auch können die an der Maschine auftretenden Vibrationen schädlichen Einfluss auf den Industrie-PC haben und auf Dauer zur Störung und einem Stillstand der Applikation führen.
In der Gebäudeautomation oder in öffentlichen Einrichtungen kommen die IPC beispielsweise seit langem als Infoterminals zum Einsatz und sollen dort von einer zentralen Leitwarte aus bedient werden.
Zur Übertragung der Signale von beispielsweise Tastatur, Bildschirm und Maus sind nur kurze Entfernungen spezifiziert, wie nachfolgend beschrieben ist. Doch eine zwischengeschaltete Elektronik kann alle notwendigen Signale normgerecht und sicher aufbereiten; und das ist die Aufgabe des KVM Extenders von Phoenix Contact.
Standard-Spezifikation zur verlustfreien Übertragung
Die klassische Bildübertragung über VGA (Video Graphics Array), DVI (Digital Visual Interface), HDMI (High Definition Multimedia Interface) oder DisplayPort sowie die Touch-Kommunikation via USB (Universal Serial Bus) sind auf wenige Meter begrenzt und eignen sich daher nicht für alle Anwendungen. Herkömmliche HDMI- oder DisplayPort-Anschlüsse erlauben beispielsweise eine Leitungslänge von höchstens 15 m. Je nach Leitungsführung und Größe der Anlage kann die überbrückbare Distanz deshalb schnell zu gering sein.
Durch den Einsatz des so genannten KVM Extenders lassen sich die üblicherweise zulässigen Entfernungen zwischen den beiden Einheiten bis auf 90 m erweitern. Mit dieser Ethernet-basierten Lösung entwickelte Phoenix Contact eine Hardware, die das praxisgerechte Umsetzen flexibler Bedienkonzepte ermöglicht und dazu kostengünstige Standard-Hardware zur verlustfreien Datenübertragung verwendet. Damit sind Bildschirminhalte unkomprimiert in Full-HD-Auflösung auf ein vom Rechner weit abgesetztes Display übertragbar. In Kombination mit konfigurierbaren Industrie-PCs sowie industriegerechten Monitoren mit Single- und Multitouch-Unterstützung lassen sich auf diese Weise intuitive Lösungen zur Bedienung und Visualisierung direkt an der Maschine realisieren.
So funktioniert der Extender zwischen IPC und HMI
Zum Datenaustausch zwischen dem Industrie-PC und dem Bedienpanel wird ein Ethernet-Kabel genutzt. Zur Vervollständigung der Installation sind lediglich standardisierte CAT6-Kabel notwendig, um die Video-, Audio- und USB-Signale verlustfrei zu übermitteln. Das Extender-System, das vom jeweils eingesetzten Betriebssystem unabhängig ist, basiert auf einer reinen Hardware-Lösung. Verwendet der Anwender den KVM Extender, kann er ungeachtet von Treibern oder Betriebssystemen agieren. Gleiches gilt für die Wahl der Rechner- und Display-Hardware, was ein hohes Maß an Flexibilität bedeutet.
Das funktionale Grundprinzip ist einfach: Die Transmitterbox des KVM Extenders wird vor den Industrie-PC geschaltet und nimmt sämtliche zu kommunizierende Daten des IPC auf. Auf Seiten des Bedienpanels sorgt die Receiver-Box des KVM Extenders für die Weiterleitung der Daten an die Bedieneinheit (Bild 2).
Stand: 08.12.2025
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