Erstes Quartal 2022 Elektro-Außenhandel vor Ukraine-Krieg stark gewachsen
Noch weitgehend unbeeinflusst vom Ukraine-Krieg hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Februar ihren Außenhandel weiter ausgebaut. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,6 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro, wie der Branchenverband ZVEI am Mittwoch in Frankfurt berichtete.
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Deutlich mehr Geschäft wurde unter anderem mit Tschechien (+21,3 Prozent) und Südkorea (+20,4 Prozent) gemacht. Nach China gingen 7,4 Prozent mehr Exporte als ein Jahr zuvor.
Sehr unterschiedlich entwickelten sich im Februar die Lieferungen in die kriegsbeteiligten Länder: Nach Russland stieg der Warenwert in der Jahresfrist um 11,7 Prozent auf 287 Millionen Euro, während in die Ukraine nur noch Exporte im Wert von 41 Millionen Euro geliefert wurden, was einen Rückgang um 10,6 Prozent ausmachte.
„Auswirkungen des Ukraine-Kriegs spiegeln sich in diesen Zahlen noch nicht wider“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann laut Mitteilung. „Diese werden erst ab dem nächsten Berichtsmonat erkennbar sein.“
Importe legten noch stärker zu
Noch stärker als die Exporte kletterten die Importe. Mit ebenfalls 18,4 Milliarden Euro war ihr Wert im Februar 15,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Vor allem aus China kamen mehr Waren.
Für die ersten beiden Monaten des Jahres ergibt sich damit ein Importüberschuss von gut 2,3 Milliarden Euro. In der Vergangenheit hatte es meist deutlich mehr Exporte als Importe gegeben.
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