Leichter Optimismus Hausgerätemarkt 2024: Stabilisierung auf niedrigem Niveau

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Der Markt für Elektro-Hausgeräte hat sich 2024 auf niedrigem Niveau stabilisiert. Besonders bei energieeffizienten Kleingeräten zeigt sich Wachstum, während Einbaugeräte vom Ersatzbedarf und Renovierungstrends profitieren. Doch geopolitische Risiken und eine unklare Zollpolitik bleiben Bremsfaktoren.

Einbaugeräte profitieren vom Ersatzbedarf und Renovierungstrends.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Einbaugeräte profitieren vom Ersatzbedarf und Renovierungstrends.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Der Handel mit Haushalts-Klein- und Großgeräten hat im Blick auf das Jahr 2024 leicht zugelegt. Doch das verhaltene Konsumklima und die schwache Baukonjunktur in Deutschland belasten den Markt weiterhin. Auch für 2025 ist angesichts globaler Unsicherheiten nicht mit einer spürbaren Entspannung bei der Verbraucherstimmung zu rechnen.

Wer sich in der Elektronikfertigung, etwa als EMS, vor allem im Bereich hochwertiger Markenprodukte einen Namen erarbeitet hat, wird sich darüber freuen, dass der Bedarf an Ersatzgeräten sowie effizienter und smarter Technik anhält. Für den Bereich der Haushalts-Klein- und Großgeräte ergibt sich für 2024 zumindest ein verhalten positives Bild. Laut Konjunkturbericht des ZVEI ist der Umsatz mit Elektro-Hausgeräten im Jahr 2024 leicht gestiegen. Der Markt bleibt zwar auf niedrigem Niveau, zeigt aber eine gewisse Stabilisierung und gibt damit vorsichtigen Anlass zur Hoffnung für das Geschäftsjahr 2025.

Einbaugeräte werden stärker nachgefragt

Den ZVEI-Berechnungen zufolge erzielten Groß- und Kleingeräte für den Haushalt im vergangenen Jahr einen Inlandsumsatz von rund 10 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Anteil der Elektro-Großgeräte lag dabei bei etwa 6,2 Milliarden Euro, was einen Rückgang von 1,2 Prozent darstellt. Insgesamt wurden rund 16 Millionen Großgeräte verkauft, wobei insbesondere Einbaugeräte stärker nachgefragt wurden. Sie legten im Absatz um 2,6 Prozent zu. Gründe dafür sind unter anderem Ersatzbeschaffungen, das wachsende Interesse an höherwertigen Geräten sowie ein gesteigertes Bewusstsein für Energieeffizienz. Besonders gefragt waren 2024 laut ZVEI Wäschetrockner (+22 Prozent), Geschirrspüler (+8 Prozent) und Waschmaschinen (+5 Prozent).

Kleingeräte legen zu

Der Markt für Kleingeräte entwickelte sich erfreulicher: Der Inlandsumsatz stieg um vier Prozent auf rund 3,9 Milliarden Euro. Stark nachgefragt waren weiterhin Air Fryer, Kaffeezubereitung, Bodenpflegegeräte (inkl. Saug-Wischroboter), Food-Prep-Geräte und Healthcare-Produkte.

Auch wenn das erste Quartal 2025 bisher verhalten ausfiel, gibt es positive Impulse: Tarifabschlüsse, sinkende Zinsen und eine stabilere Inflation könnten die Anschaffungsbereitschaft stärken. Falls es der Bundesregierung gelingt, Impulse für Bau und Renovierung zu setzen, könnte davon insbesondere das Geschäft mit Einbaugeräten profitieren. Dazu bleibt das Ersatzgeschäft eine verlässliche Stütze, ebenso wie die langfristigen Trends Energieeffizienz, Komfort und Vernetzung.

Gleichzeitig sorgen geopolitische Spannungen und die sich zuspitzende Zollpolitik, insbesondere aus den USA, für neue Risiken. Die genaue Wirkung dieser Entwicklungen ist schwer abzuschätzen. Sollte sich ein Handelskonflikt abzeichnen, wären globale Lieferketten erneut unter Druck. Die Branche bleibt dennoch vorsichtig zuversichtlich: Für 2025 ist zumindest ein leichtes Wachstum im Hausgerätemarkt möglich. (sb)

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