Lamitec-Dielektra Ehemaliges Ruwel-Werk Grassau in die Lamitec-Dielektra-Gruppe integriert

Redakteur: Claudia Mallok

Nur vier Wochen nachdem der schwäbische Basismaterialhersteller Lamitec-Dielektra GmbH das Werk Grassau von der Ruwel GmbH in Geldern übernommen hat, ist der erste Schritt der Reorganisation abgeschlossen. Das Werk im Chiemgau, das ausschließlich Dickkupferleiterplatten produziert, ist in die neue Gruppe integriert.

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„Die Aufbruchstimmung in Grassau ist unübersehbar“, freut sich Werkleiter Dr. Oliver Gassner, „erste neue Anfragen sind bereits eingegangen.“ Im August hatte die schwäbische Lamitec-Dielektra GmbH das Werk Grassau im Chiemgau von der Ruwel GmbH übernommen. Nun ist bereits die Integration in das schwäbische Unternehmen abgeschlossen und die Fertigung mit dem Fokus auf Dickkupferleiterplatten ausgelegt.

Durch die vorherige Verlagerung großer Produktionsvolumina an Standardmultilayern in andere Werke der Ruwel-Gruppe war allerdings eine Personalanpassung unumgänglich. Erfreulich: Doppelt so viele Mitarbeiter wie ursprünglich geplant, konnten übernommen werden. Aktuell sind in Grassau 192 Mitarbeiter beschäftigt.

In Grassau werden Kupferfolien ab 12 µm Cu-Dicke verarbeitet. Die Spezialität sind jedoch Dickkupferschaltungen ab 105 µm. Und bei Cu-Schichtdicken ab 210 µm (bis 400 µm) nehme das Werk sogar die führende Position in Europa ein. Letzteres Segment macht ungefähr 65% des Umsatzes aus. Und ca. 80% der Produktion in Grassau geht in den Export.

„Erwähnenswert ist vielleicht auch“, so Gassner, „dass insbesondere die (ost-)europäischen Niederlassungen der großen japanischen Elektronikkonzerne gerne bei uns kaufen, statt aus Asien zu importieren.“ Die installierte Maschinenkapazität beträgt 240.000 Quadratmeter pro Jahr (gerechnet in Außenlagen).

Speziell auf Dickkupferschaltungen ausgelegter Maschinenpark

Die Stärke des Werkes liege zum einen im technischen Knowhow der Mitarbeiter, dem speziell auf Dickkupferschaltungen ausgelegten Maschinenpark, der kompromisslos auf Qualität ausgerichteten Firmenphilosophie und absoluten Kundenorientierung, zählt der Werkleiter auf, der sich persönlich um die Innovationen kümmert „beispielsweise habe ich im letzten Monat zwei Patentanträge eingereicht“, berichtet Gassner.

Die Lamitec-Dielektra mit ihren drei Standorten Neu-Ulm, Köln und jetzt Grassau fertigt elektrolytisch abgeschiedene Kupferfolie, Basismaterialien für die Leiterplatten und Dickkupferleiterplatten für die Auto- und Elektroindustrie sowie Solarbranche. Diese Vertikalisierung sei die Stärke des Gesamtunternehmens.

Gemeint ist damit die vollständig geschlossene Wertschöpfungskette innerhalb der eigenen Firmengruppe, beginnend mit einer Beteiligung an eigenen Kupferminen, Herstellung von elektrolytisch abgeschiedener Kupferfolie, eigene Produktion der FR4-Basislaminate in Deutschland mit in Konzerneigenen Laboren speziell auf die Applikation entwickelte Rezepturen sowie Fertigung der Leiterplatte „made in Grassau“. „Wir sind uns sicher“, sagt Gassner, „dass unser Konzept der durchgängigen Vertikalisierung bei vielen potentiellen Neukunden auf positive Resonanz stoßen wird.“

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