Produktionsrestrukturierung Daikin verlagert Produktion teilweise nach Tschechien, Stellenabbau droht

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Daikin produziert im Werk in Güglingen Hydroboxen und Hydrokits, die für Luft-Wasser-Wärmepumpensysteme notwendig sind. Diese Produktion soll allerdings in das Werk in Brünn in Tschechien verlegt werden. In Güglingen droht der Abbau von mehr als der Hälfte der dortigen Belegschaft.

Innengerät der Altherma-4H-Wärmepumpe von Daikin.(Bild:  Daikin)
Innengerät der Altherma-4H-Wärmepumpe von Daikin.
(Bild: Daikin)

Politisch war die Wärmepumpe in Deutschland primär in den Jahren 2022 und 2023 ein Symbol der Energiewende. Aufgrund mehrerer politischer Unsicherheiten wurde das Thema denn stark forciert und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sah vor, dass ab 2024 möglichst jede neue Heizung mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie betrieben werden sollte. In vielen Fällen bedeutete das eine Anschaffung einer Wärmepumpe.

Genau diese Regelung hat die Debatte massiv aufgeheizt. Kritiker warfen der Politik vor, Hausbesitzer mit hohen Kosten zu überfordern, während Befürworter auf Klimaziele und langfristige Einsparungen verwiesen. Selbst nach allerhand Diskussionen um das GEG blieb der Imageschaden für die Wärmepumpe.

Personalabbau bei Daikin in Güglingen

Gerade die schwankende und unsichere politische Unterstützung, nicht nur in Deutschland, sondern auch auf EU-Ebene, hat die Entscheider der Daikin-Gruppe dazu bewogen, am 4. September 2025 mitzuteilen, dass die Produktion von Hydroboxen und Hydrokits von Güglingen nach Brünn in Tschechien verlegt wird. Das soll bis Ende Juni 2026 geschehen. Dabei steht möglicherweise der Abbau von mehr als der Hälfte der Belegschaft der Diakin Manufacturing Germany GmbH in der Fertigung Güglingen in der Region Heilbronn-Franken im Raum.

Mitarbeiter der Daikin Airconditioning Germany GmbH, die für Vertrieb und Kundendienst in Deutschland zuständig ist, sollen davon nicht betroffen sein. „Die Umstrukturierung wird in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und der IG Metall durchgeführt“, teilt das Unternehmen mit.

„Die Nachfrage nach klimafreundlichen Wärmepumpen-Heizsystemen ist nach wie vor schwach, was zum Teil auf die schwankende und unsichere politische Unterstützung in den EU-Ländern zurückzuführen ist. Wärmepumpen sind jedoch für die Erreichung der CO₂-Neutralität in Europa unerlässlich. Mit dieser Umstrukturierung wollen wir die Produktivität der Daikin-Gruppe steigern und die breitere Einführung erschwinglicher Produkte fördern. Wir bedauern die Auswirkungen dieser Maßnahme auf den Standort Güglingen, aber der Plan ist im Hinblick auf eine europaweite Optimierung der Fertigung getroffen“, erklärt Martin Krutz, Geschäftsführer der Daikin Manufacturing Germany GmbH(sb)

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