Rohde & Schwarz Mixed-Signal-Oszilloskope Die neue Einsteiger-Klasse bietet mehr als ein einfaches Oszilloskop
Mit dem R&S HMO1002 wird der Markenname Rohde & Schwarz erstmals in einem neuen Preissegment sichtbar. Das HMO1002 kombiniert nicht nur durchdachte Funktionen mit bekannter Qualität: Auch beim Preis geht der Hersteller keine Kompromisse ein.
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Das neue Mixed-Signal-Oszilloskop der Einstiegsklasse ist mit Bandbreiten von 50, 70 und 100 MHz erhältlich und wartet mit hoher Waveform-Update-Rate und vertikaler Empfindlichkeit auf. Bei einer Speichertiefe von 1 MPts arbeitet es lüfterlos mit einer Samplingrate von 1 GSa/s. Ein Mustergenerator dient Embedded-Entwicklern als sinnvolle Unterstützung. Dazu sind eine Reihe cleverer Funktionen für den Bildungssektor integriert sowie einige Komfort-Tools für den Einsatzbereich Wartung und Service.
Seit vielen Jahren steht der Name Rohde & Schwarz für High-End-Messtechnik. Hameg ist dagegen für praxisnahe und verlässliche Geräte im unteren Preissegment bekannt. Spannend wird daher die Antwort auf die Frage sein, wie sich die Vermählung beider Philosophien in dieser neuen Serie niederschlägt. In diesem Preissegment sehr ungewöhnlich: Das R&S HMO1002 wurde in Deutschland entwickelt und wird in Europa produziert. Insofern überzeugt das Gerät auf den ersten Blick mit bekannt solider Qualität und kompaktem Design.
Das Display des komplett lüfterlosen Oszilloskops nimmt etwa 40% der Gerätegröße ein und ist dabei sehr gut ablesbar. Bei den Leistungsdaten sind eindeutig die Samplingrate von 1 GSa/s in Echtzeit sowie die Speichertiefe von 1 Mpts hervorzuheben. Für ein Messinstrument im dreistelligen Preissegment unüblich ist die gemessene, echte vertikale Empfindlichkeit von bis zu 1 mV/Div. Die Regel sind hier 4 mV/Div, die dann durch Extrapolation auf eine scheinbar höhere Empfindlichkeit hochgerechnet werden. Ein Verfahren, dass beispielsweise auch beim Digitalzoom heutiger Kompaktkameras genutzt wird, um mit niedriger auflösenden Sensorchips und günstigeren Optiken auszukommen.
Mehr Leistung dank des Options-Vouchers
Ein praktisches Konzept hat Hameg bereits unlängst mit so genannten Upgrade-Vouchern eingeführt. Das ist unter anderem auch beim R&S HMO1002 verwirklicht: Im Kern handelt es sich darum, Messgeräte auch lange nach dem Kauf in ihrer Funktion erweitern zu können. Den Voucher für die gewünschte Option gibt es beim Händler zu kaufen. Die individuelle Voucher-Nummer wird gemeinsam mit der Seriennummer des aufzurüstenden Geräts auf einer speziellen Webseite eingegeben. Der Kunde erhält daraufhin sofort den entsprechenden Lizenzschlüssel. Über die USB-Schnittstelle am Gerät eingespielt, lässt sich so aus einem 2-Kanal-Oszilloskop mit einer Bandbreite von 50 MHz in eines mit 70 oder 100 MHz verwandeln.
Für diese Geräteklasse ungewöhnlich verfügt das Messgerät serienmäßig über eine Mixed-Signal-Funktionalität. Analoge und digitale Signale lassen sich gleichzeitig messen und auswerten. Typisches Beispiel aus der Praxis ist die Integration von Analog-Digital-Convertern (ADC) oder Digital-Analog-Convertern (DAC). Hier erlaubt es die Mixed-Signal-Technologie, Latenzzeiten mit einfacher Cursor-Messung zu bestimmen. Der separat erhältliche Logiktastkopf R&S HO3508 ist nicht an ein Gerät gekoppelt und kann mit allen Oszilloskopen der HMO-Serie verwendet werden. Für die Kommunikation zwischen Embedded-Systemen und der Außenwelt ist im R&S HMO1002 eine hardware-unterstützte Signaltriggerung und -dekodierung der gängigsten Protokolle I²C, SPI, UART, CAN oder LIN integriert. Eine Freischaltung dieser Protokolle ist ebenfalls über das Options-Voucher-Konzept möglich.
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