Weißlicht-Leuchtdioden Die LED und der Abschied von der Glühbirne

Autor / Redakteur: Andreas Biß* / Andreas Mühlbauer

Als Strom sparende, umweltfreundliche sowie langlebige, kompakte und kostengünstige Lichtquellen ermöglichen LEDs eine neue Generation von Lampen. Neben dem direkten Ersatz herkömmlicher Leuchtmittel bietet sich auch das Design völlig neuer Beleuchtungslösungen an.

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Nach Angaben der Internationalen Energie Agentur IEA wird weltweit jährlich eine Energiemenge von rund 2650 TWh allein für Beleuchtung verbraucht. Hierin liegt ein enormes Einsparungspotenzial, denn im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln wie Glühfadenlampen, Leuchtstoffröhren, Halogenlampen oder Natrium- und Quecksilberdampflampen benötigen moderne Leuchtmittel maximal etwas mehr als die Hälfte der Energie.

Zu den Lichtquellen mit der höchsten Energieeffizienz derzeit am Markt gehören Leuchtdioden. Die LEDs von Sharp haben eine Lichtausbeute von je nach Modul bis zu 90 lm/W. Sie verbrauchen nur 11% der Energie normaler Glühbirnen. Selbst herkömmliche Energiesparlampen brauchen noch doppelt so viel wie LEDs.

Neben der hohen Energieeffizienz spricht ihre Langlebigkeit für LEDs als Leuchtmittel. Beispielsweise leisten die LED-Module von Sharp mindestens 40.000 Betriebsstunden bei einer Substrattemperatur von je nach Modul bis zu 80 °C. So rechnen sich trotz der vergleichsweise hohen Anschaffungskosten LED-Leuchtmittel über die Gesamtlebensdauer in einigen Fällen bereits heute.

Die Glühlampe in 1500 Betriebsstunden überholt

Bild 1: Trotz höherer Anfangsinvestitionen zahlen sich kommerzielle LED-Beleuchtungen – wie beispielsweise Straßenlaternen – auf Grund geringer Wartungs- und Energiekosten nach acht bis zehn Jahren aus (Archiv: Vogel Business Media)

Nach Berechnungen von Sharp sind LED-Leuchten gegenüber Glühfadenlampen bereits nach rund 1500 Betriebsstunden kostenmäßig im Vorteil. Selbst im Vergleich zu Leuchtstoffröhren liegt der Cost Break Even bei rund 8000 Betriebsstunden, also nach einem Sechstel ihrer Lebensdauer. Zieht man die hohen Wartungskosten bei schwer zugänglichen Anwendungen wie Straßenlaternen in Betracht, bei denen der Austausch der Leuchtmittel sehr arbeitsaufwändig ist, summiert sich die Kostenersparnis von LEDs gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln bereits auf rund 40% (Bild 1).

Versorgungsunternehmen wie die Baden-Württembergische EnBW oder italienische Enel Sole starten bereits Pilotprojekte mit LED-basierter Straßenbeleuchtung. Letztere wollen über die nächsten zwei Jahre 40.000 LED-Straßenlaternen installieren.

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