Weißlicht-Leuchtdioden

Die LED und der Abschied von der Glühbirne

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Breites Farb- und Formspektrum zum Leuchtendesign

Bild 3: Weißlicht-LEDs lassen sich in einer großen Bandbreite unterschiedlicher Farbtemperaturen für verschiedene Anwendungen herstellen. Das Spektrum der Weißlicht-LEDs von Sharp reicht von warmweißen 2200 K für die Wohnraumbeleuchtung bis hin zu kaltem Weißlicht von 11.500 K für Anwendungen beispielsweise in der Medizin. (Archiv: Vogel Business Media)

In der Praxis bietet Sharp Weißlicht-LED-Lighting-Module in vier Farbtemperaturen zwischen 2200 bis 11.500 K an. Leuchtmittel mit warmem Weißlicht von bis zu etwa 3000 K eignen sich vor allem von Wohnraumbeleuchtung, Leuchtmittel im mittleren Temperaturbereich von 3000 bis 5000 K sind für allgemeine kommerzielle Beleuchtungsanwendungen, beispielsweise in Büros, öffentlichen Gebäuden und Fabriken gedacht, während kühlere Farbtöne von 5000 K und mehr sich besonders für Anwendungen eignen, bei denen es auf hohe Kontraste ankommt wie etwa in der Medizin (Bild 3).

Bild 4: Der Colour Rendering Index (CRI) verrät, inwieweit Leuchtmittel in der Lage sind, angestrahlte Objekte in natürlichen Farben erscheinen zu lassen. Je näher der CRI am Maximalwert von 100 liegt (entspricht dem Sonnenlicht), desto brillanter die Farbwiedergabe. Die High Colour Rendering LEDs von Sharp haben CRI-Werte bis zu 90. (Archiv: Vogel Business Media)

Über die unterschiedlichen Phosphormischungen erreichen auch die „High-Colour-Rendering“-LEDs einen CRI-Wert von bis zu 90 und sorgen somit für hohe Farbechtheit und Detailtreue (Bild 4). Diese ist überall da von Bedeutung, wo Kunstlicht die Darstellung der beleuchteten Objekte nicht verfälschen darf. High-Colour-Rendering-Module sind daher in der Fotografie, bei der Schaufensterdekoration und Warenpräsentation, aber auch in der Medizintechnik beispielsweise für OP-Leuchten gefragt.

Die kompakte Bauform von LEDs verschafft Designern neue Freiheiten bei der Gestaltung von Leuchtkörpern. Anstatt Lampen als Schirm um vergleichsweise großformatige Leuchtmittel herum zu designen, lassen sich LEDs sehr Platz sparend einsetzen und bestimmen daher nicht notwendigerweise die Gesamtform der Leuchtapplikation. Auch die Integration in Möbel, Raumdecken, als Leselampen im Fahrzeughimmel usw. wird dadurch wesentlich einfacher. Als kleinste Bauteile unter den Weißlichtdioden haben Ultra Small Package LEDs eine Kantenlänge von 1,6 mm × 0,8 mm bei einer Höhe von 0,2 mm.

Selbst die High-Brightness-Module der Zenigata-Serie nehmen sich mit 18 mm × 18 mm × 2 mm im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln sehr kompakt aus. Hinzukommt die geringere Systemkomplexität LED-basierter Lampen: Starter, wie sie für Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen notwendig sind entfallen beispielsweise.

Modularer Aufbau für hohe Produktflexibilität

Die hohe Flexibilität im Leuchtmitteldesign erreicht Sharp durch den modularen Aufbau seiner LED-Komponenten. Grundbausteine dabei sind einzelne blaue, mit Phosphor beschichtete LED-Dies, die in einer Matrix zusammengeschaltet und auf eine Trägerplatte aufgebracht werden. Die High-Brightness-Module aus der Zenigata-Serie bestehen beispielsweise aus 48 Dies bei der 6,7-W/540-lm-Variante, während bei den Flash-Brick-Modellen mit 1 W und 39 lm nur vier Dies, je nach Modell in Serie oder parallel geschaltet sind.

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