Herbstprojektion der Regierung Die Bundesregierung glaubt an eine Wirtschaftsbelebung im Jahr 2025

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Im Herbst veröffentlicht die Bundesregierung eine Herbstprojektion für das kommende Wirtschaftsjahr, und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz teilt mit, dass die Regierung von einer Belebung der Wirtschaft im Jahr 2025 ausgehe. Man rechnet für den Jahresbeginn 2025 mit einem Auftrieb der in- und ausländischen Nachfrage.

Die Bundesregierung hat ihre Herbstprojektion veröffentlicht.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die Bundesregierung hat ihre Herbstprojektion veröffentlicht.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Wirtschaftlich gesehen ist das Jahr 2024 nicht sonderlich rosig. Fachkräftemängel, der Rückgang bei inländischen und ausländischen Auftragseingängen, geopolitische Unsicherheiten, Katastrophen jeglicher Art und vollgestopfte Lager sorgen nicht nur bei den Konsumenten für Sorgenfalten, sondern auch in der deutschen Wirtschaft.

Die deutsche Regierung benennt in ihrer Herbstprojektion für das Jahr 2025 Probleme wie den demografischen Wandel, schwierige Wettbewerbspositionen, die geoökonomische Fragmentierung, die schwache Nachfrage und restriktive Geldpolitik. Entsprechend ist aktuell nicht davon auszugehen, dass das Wirtschaftsjahr 2024 noch mit einem Plus der Wirtschaftsleistung endet, sondern eher mit einem leichten Minus von -0,2 Prozent.

Ende des Tränentals?

Doch für den Jahreswechsel rechnet die Bundesregierung laut der Mitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit einem Aufschwung. „Zu Jahresbeginn 2025 dürften die Auftriebskräfte im Zuge einer Belebung des privaten Konsums, einer Erholung der Nachfrage nach Industrieerzeugnissen aus dem Ausland und einer Trendwende bei der Investitionstätigkeit dann wieder an Dynamik gewinnen“, wird mitgeteilt. „Insgesamt rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2025 mit einer Steigerung des realen Bruttoinlandsprodukts um 1,1 Prozent, 2026 dürfte sich der Anstieg auf 1,6 Prozent nochmal verstärken.“

Faktoren, die sich positiv auswirken sollen, sind unter anderem mit der Stärkung von Investitionsanreizen, einer Erhöhung der Arbeitsanreize für ältere Beschäftigte, Erleichterungen bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland, Bürokratieabbau, der dauerhaften Senkung der Stromsteuer für die produzierenden Unternehmen und der Verlängerung der Strompreiskompensation für energieintensive Unternehmen begründet.

Vor allem der private Konsum soll ansteigen, weil Löhne steigen, die Inflationsraten rückläufig seien und steuerliche Entlastungen greifen sollen. Während damit gerechnet wird, dass auch die Exporte anziehen, vertröstet Bundeswirtschaftsminister Habeck die Baubranche hingegen eher aufs Jahr 2026.

Mit Vorsicht zu genießen

Ob die Wirtschaftsexperten mit ihren Projektionen richtig liegen, werden wir wahrscheinlich erst im zweiten Quartal 2025 abschätzen können. Die Herbstprojektion 2023 hatte ebenfalls die Hoffnungen über Wachstumsimpulse aus dem privaten Verbrauch geschürt. „Es dürfte 2024 zu einer Beschleunigung des Wachstums auf 1,3 %“, hieß es im Oktober 2023. So wird es 2024 sehr wahrscheinlich nicht ausgehen. Entsprechend sind die Projektionen der Herbstprojektion wohl eher mit Vorsicht zu genießen. (sb)

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