Interview mit Harry Saar, Siemens AG, Healthcare Sector Die Anforderungen an den PCB-Designer sind anspruchsvoller geworden

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Bei Siemens Healthcare in Erlangen werden Leiterplatten für hochempfindliche medizinische Applikationen entwickelt. Dabei ist der Qualitätsanspruch an die Leiterplatten sehr hoch. Aus diesem Grund nutzt Siemens das mehrstufige Qualifizierungsprogramm für Leiterplattendesigner des FED, das vor 10 Jahren aus der Taufe gehoben wurde. ELEKTRONIKPRAXIS sprach mit Harry Saar, Senior Manager Design & Industrialization.

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Herr Saar, würden Sie bitte kurz beschreiben, was Siemens Healthcare an welchen Standorten entwickelt und produziert? In welcher Größenordnung beläuft sich der Umsatz der einzelnen Geschäftsbereiche?

Siemens Healthcare entwickelt und produziert weltweit. Wichtige Standorte in Deutschland sind beispielsweise Erlangen für Magnetresonanztomographen und Spezialarbeitsplätze und Forchheim für Computertomographen und Angiographie-/Röntgensysteme. Im Geschäftsjahr 2008, das bis zum 30. September ging, erzielte Siemens Healthcare einen Umsatz von 11,17 Mrd. €.

Wie viele Mitarbeiter sind im Engineering einschließlich PCB-Layout und der Elektronikfertigung beschäftigt?

Bei CV ME (Medical Electronics & Imaging Solutions) am Standort Siemens Healthcare in Erlangen sind ca. 700 Mitarbeiter in Entwicklung und in der Fertigung der Elektronikkomponenten beschäftigt.

Welche Berufsbezeichnung tragen Ihre Mitarbeiter?

Design- and Industrialization ist der Oberbegriff. Der Begriff Layouter ist mittlerweile veraltet. Wir bezeichnen uns als PCB-Designer, da die Anforderungen viel komplexer geworden sind, als beispielsweise noch vor 10 Jahren. So gehören Kenntnisse in der Schaltungstechnik, Aufbau- und Verbindungstechnik und Leiterplattenaufbau jetzt zu den erforderlichen Kenntnissen.

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