Rapid Prototyping

Die 7 ungewöhnlichsten 3D-Drucker

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Platz 3: Der Schoko-Drucker

Kein einfaches Material für Rapid Prototyping: Bei der Schokolade muss die Temperatur präzise kontrolliert werden.
Kein einfaches Material für Rapid Prototyping: Bei der Schokolade muss die Temperatur präzise kontrolliert werden.
(EPSRC)
Die individualisierte Produktion von Massengütern hatten die Wissenschaftler des britischen Engineering and Physical Science Research Counscil (EPSRC) im Sinn, als sie ihren 3D-Schokoladen-Drucker konzipiert haben.

Die Idee ist, dass Kunden über das Web künftig ihr eigenes Design erschaffen und hochladen und sich dann Schokolade in individuellem Erscheinungsbild ordern können.

Die Problematik dabei lag vor allem darin, die Schokolade zunächst ausreichend zu erhitzen und nach dem Ausspritzen aus der Düse schnell genug abzukühlen, wofür extra ein Heiz- und Kühlsystem entwickelt wurde.

"Schokolade ist für Rapid Prototyping nicht gerade ein einfaches Material", so der Forschungsleiter Dr. Liang Hao von der University of Exeter, "aber wir haben uns dafür entschieden, weil es leicht verfügbar, kostengünstig und ungefährlich ist."

Platz 2: Der Bikini-Drucker

Individuelle berechnete Nylon-Plättchen für optimale Passform: Bikini-Oberteil aus dem 3d-Drucker
Individuelle berechnete Nylon-Plättchen für optimale Passform: Bikini-Oberteil aus dem 3d-Drucker
(Continuum Fashion)
In eine ähnliche Richtung zielt der Bikini aus dem 3D-Drucker, der das leidige Problem schlecht sitzender Kleidungsstücke durch eine kostengünstige Individualproduktion lösen soll. Bei der Bademode des US-Labels Continuum Fashion wird von der Kundin zunächst ein 3D-Körpermodell auf Basis von Fotos in Unterwäsche erstellt und anschließend der N 12 genannte Bikini aus individuell vom Computer errechneten und verbundenen Nylon-Plättchen aus dem 3D-Drucker erstellt. Kostenpunkt: Etwa 500 Dollar.

Platz 1: Der Implantate-Drucker

Per Rapid Prototyping erzeugte Kapillare aus künstlichem, elastischem Polymer mit einem Durchmesser von 20 Mikrometern.
Per Rapid Prototyping erzeugte Kapillare aus künstlichem, elastischem Polymer mit einem Durchmesser von 20 Mikrometern.
(Fraunhofer ILT)
Ist Gewebe durch eine Erkrankung oder einen Unfall stark geschädigt oder sind Gewebeteile vollständig entfernt, kann der Körper sich oft nicht selbstständig regenerieren. Häufig steht für Transplantationen kein entsprechendes körpereigenes Material zur Verfügung. Deshalb fordern Mediziner zunehmend Gewebe-Implantate, die eine vollständige Regeneration ermöglichen.

Fraunhofer-Forscher haben nun ein Verfahren zur Erzeugung biomimetischer Stützstrukturen entwickelt, die eine Zellbesiedelung und ein Einwachsen optimal erfolgen lassen. Dazu haben die Aachener Forscher das Verfahren des Rapid Prototyping auf körpereigene Materialien übertragen.

Als Basis dienen den Forschern gelöste Proteine und Polymere, die gezielt mit Laserlicht mit Pulsdauern im Pikosekundenbereich bestrahlt werden und durch photolytische Wirkungen vernetzt werden.

Die Anlage steuert die Position des Laserstrahls gemäß vorgegebener CAD-Daten durch ein Mikroskopobjektiv hindurch auf wenige hundert Nanometer genau so, dass nach und nach mikrometerfeine, stabile Volumenelemente von vernetztem Material entstehen – zum Beispiel um künstliche Kapillaren entstehen zu lassen.

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